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Alles über Ringelwürmer

Definition:

Ringelwürmer sind lang gestreckte, wirbellose Tiere, deren Körper zylinderförmig oder abgeplattet ist, sowie außen und innen Segmente (Abschnitte des Körpers) aufweist.

In Deutschland existieren etwa 500 Arten und weltweit circa 15000.

Sie leben an

  • Land (z.B. Regenwurm)
  • Süßwasser (z.B. Egel)
  • Salzwasser (z.B. Borstenwurm) ; man unterscheidet zwischen festsitzenden und freilebenden Arten

Was essen Ringelwürmer?


Salzwasser Ringelwürmer:

  • Festsitzende Arten: Plankton
  • freilebende Arten: räuberisch oder Weidegänger (ernähren sich hauptsächlich von Pflanzen)
  • einige Vielborster: Bakterien und organische Stoffe (Substrate werden gefressen und nährstoffreiche Anteile verdaut)

Süßwasser Ringelwürmer:

  • ernähren sich räuberisch von kleineren Organismen oder von Aas
  • Blutsauger

Land Ringelwürmer:

  • suchen die Nahrung über der Erde (Blätter; abgestorbene oder verfaulte Pflanzenreste)

Aufbau eines Ringelwurms anhand eines Regenwurms:

Regenwurm und Egel genauer unter der Lupe:


Regenwurm:

  • Weltweit: 3000 Arten
  • In Deutschland: 46 Arten
  • häufigste Art: Tauwurm:
    • Merkmale: blind, taub, stumm
    • Fortbewegung: Strecken und Zusammenziehen einzelner Körperabschnitte (Ringmuskeln und Längsmuskeln) ; durch vier Borstenpaare an jedem Segment wird das Zurückrutschen verhindert
    • Größe: 9-15cm (in Ausnahmefällen bis 30cm) und bis zu 1cm dick
    • Aussehen: rötlich gefärbtes Vorderende, blasses Hinterteil, bis zu 180 Segmente dazwischen
    • Lebensraum: Wiesen, Gärten, Obstanlagen, Wälder und Äcker (kann sich bis zu 7m tiefe Gänge graben; muss sich wegen der weichen Außenhaut und trotz der ständigen Schleimabsonderung an schattigen, feuchten Plätzen aufhalten, um nicht auszutrocknen)
    • Nahrung: abgestorbene, verfaulte Pflanzenteile
    • Fortpflanzung: Regenwürmer sind Zwitter und besitzen somit sowohl männliche, als auch weibliche Geschlechtsorgane ; in Ausnahmefällen können sie sich auch selbst befruchten
    • Besonderheiten: Nahrung wird im Verdauungstrakt zu Kothumus verarbeitet und in kleinen Haufen ausgeschieden (eignet sich sehr gut als Dünger) ; durch das Graben der Würmer wird der Boden aufgelockert, was das Eindringen von Regenwasser leichter macht und die Bodenfruchtbarkeit verbessert; können im Labor bei guter Haltung bis zu 10 Jahre alt werden (freilebend nur 2 Jahre)


Egel:

  • Weltweit: mehr als 600 Arten
  • In Deutschland: ca. 50 Arten
  • Steckbrief am Beispiel Blutegel:
    • Fortbewegung: Blutegel können sehr gut schwimmen; bewegen sich an Land mithilfe ihrer Saugnäpfe (können so an Land auch mit einem dickeren Regenwurm verwechselt werden)
    • Größe: ausgestreckt bis zu 15cm lang
    • Aussehen: bestehen aus genau 32 Körpersegmenten ; am vorderen und hinteren Ende befindet sich ein Saugnapf ; sind nicht rund wie Regenwürmer, sondern haben einen ovalen Körperquerschnitt ; ihr Rücken ist dunkelgrün gefärbt und an beiden Körperseiten verlaufen je drei braune Längsstreifen.
    • Lebensraum: befinden sich meist im Süßwasser (Tümpel, Teiche, Pfützen und langsame fließende Gewässer (mit vielen Pflanzen)) können aber auch im Meer vorkommen
    • Nahrung: leben räuberisch und ernähren sich vom Blut kleinerer Organismen (Frösche, Kröten, Fische, ...) und Aas ; die parasitäre, körpersaftsaugende Ernährung der Blutegel ist besonders bekannt (Biss eines Egels verursacht aufgrund eines natürlichen Schmerzmittels keine Schmerzen)
    • Fortpflanzung: Zwitter, die ihre Eier in Kokons außerhalb des Wassers in feuchten Bereichen absetzen
    • Besonderheiten: mit dem hinteren Saugnapf halten Blutegel sich am Untergrund fest, der Vordere enthält die Mundöffnung mit 3 Kiefern und etwa 80 Kalkzähnen; können im Labor bei guter Haltung bis zu 20-30 Jahre alt werden; können in der Medizin eingesetzt werden (hemmen die Blutgerinnung, bekämpfen Entzündungen und lindern Schmerzen)

Fun Facts zu Ringelwürmern:


  • die längste Regenwurmart der Welt heißt Riesenregenwurm (Megascolides australis) lebt in Australien und wird über einen Meter groß, weswegen man ihn unter der Erde graben hören kann!
  • Bei einer Zerteilung eines Regenwurms kann dieser sein Hinterende wieder zu einem neuen Wurm ausbilden, allerdings nicht sein Vorderende. Bei Gefahr ist es ihm außerdem möglich eine Reihe von Segmenten am Hinterende abzuschnüren um dies Feinden zum Fressen zu überlassen.
  • Blutegel sind die beste Art von Ködern, da sie sich mehr bewegen, als andere Lebendköder.
  • Borstenwürmer können bei einem Mehrwasser-Aquarium über Lebendgestein oder Korallensteine aus Versehen in das Aquarium eingeschleppt werden und schaden dann dem Becken.
  • Borstenwürmer schützen sich mit harten Borsten (bei manchen Arten, z.B. Feuerborstenwurm können Berührungen zu Verletzungen mit anschließender Entzündung führen)