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Transcript

Wie sicher fühlst du dich?

David

Emma

Freddy

Marcella

Ich kenne es mittlerweile nicht anders, als dass Polizeischutz vor jüdischen Einrichtungen zu finden ist. Und der Anschlag in Halle hat gezeigt, dass dies auch sinnvoll ist. Es ist darum schwer, mich als Jüdin sicher zu fühlen. Auch, wenn ich sehe, wie viel Hassrede und Verschwörungstheorien im Internet kursieren.

Ich habe erlebt, wie Rechtsradikale Witze über anwesende BIPoC gemacht haben. Ich wollte so gerne etwas tun, aber ich hatte Angst davor, angegriffen zu werden. Das beschäftigt mich. Und ich schäme mich. Ich wollte Zivilcourage zeigen, aber wusste nicht, was ich tun soll.

Mir war lange nicht bewusst, wie sehr Worte verletzen können. Jetzt weiß ich wie wichtig Sprache ist und wie sehr ich auf Worte achten muss. Was für mich vorher „nicht so schlimm“ war, soll und will ich nicht mehr sagen. Aber ich fühle mich total unsicher dabei. Und: Ich möchte meine Erfahrung weitergeben. Aber wie mache ich das, ohne dass ich runtergemacht werde?

Ich fühle mich zunehmend verunsichert, wenn ich der Polizei begegne. So oft wurde ich wegen meiner Hautfarbe kontrolliert. Was kommt noch? Ich höre, wie Menschen eingeschüchtert werden. Für die Polizei sind bestimmte Plätze und Straßen „gefährliche Orte“ und BIPoC werden dort ohne weitere Begründung zu Kriminellen. Ich lese von Angriffen und Todesfällen in polizeilicher Gewahrsam.


Und wer ist betroffen? Geflüchtete, Schwarze Menschen, Personen of Color, Rom*nja und Sinti*zze. Also ich. Und meine Freund*innen. „Death in Custody“ hat recherchiert: Seit 1990 kamen 200 von Rassismus betroffene Menschen in Gefängnissen und Polizeiwachen ums Leben. Das macht mir Angst.