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1. Vorstufe (Geburt bis ca. 6 Monate)


Die erste Lautäußerung des Neugeborenen ist der sogenannte Geburtsschrei, der durch das

Einsetzen der Atmung erfolgt. In den folgenden Wochen und Monaten schreit das Kind, um

sich bemerkbar zu machen. Beispielsweise, wenn es Hunger hat.

Neben den Unmutsäußerungen bilden sie ab dem Alter von ca. zwei Monaten lange Laute von

„aaaaaahhh“ und „oooooohhh“ sowie Gaumenlaute wie "g" und "ng". Zwischen dem dritten

und sechsten Lebensmonat werden die Bildung der Laute b, d, m, n und Lautkombinationen

wie „ba“, „da“ möglich.

2. Stufe der Lallmonologe (6 Monate bis 1 Jahr)


Mit etwa sechs Monaten beginnen Kinder Lallmonologe, d.h. Ketten aus einfachen Silben zu

bilden wie „ba-ba-ba“ oder „da-da-da“. Dabei werden immer wieder die gleichen Silben

aneinandergereiht. Die Lallmonologe entstehen und verfestigen sich durch Selbstnachahmung,

d.h., das Kind hört sich selbst und wiederholt das Gehörte. Hier wird die Bedeutung des Gehörs

deutlich! Hinzu kommt die Fremdnachahmung. Mit den Lallomologen erregen die Kinder die

Aufmerksamkeit der Erwachsenen. Eltern reagieren auf das Lallen, imitieren es, bietet neue

Silben an oder sprechen mit dem Kind. Dadurch wird das Kind verstärkt weiter zu „plaudern“.

Bereits mit 10 Monaten verfügt das Kind über einen passiven Wortschatz, d.h., es kann Worte

verstehen, diese aber noch nicht selbst sprechen. Sie verstehen Begriffe wie „nein“, „hallo“,

„Flasche“ oder Namen von Personen.

3. Stufe der Ein-Wort-Sätze (1 Jahr bis 1,5 Jahre)


Gegen Ende des ersten Lebensjahres spricht das Kind Wörter, die aus einer Silbenverdoppelung

(wie z.B. ma-ma) oder durch Lautnachahmung (wie z.B. wau-wau) entstehen. Es spricht aber

auch Namen von Personen oder Hauptwörter (z.B. Teddy, Auto usw.). Das einzelne Wort

übernimmt hier die Funktion eines ganzen Satzes. Was das Kind tatsächlich meint, lässt sich

nur aus dem Gesamtzusammenhang erkennen. Auch die Aussprache unterscheidet sich stark

von der Erwachsenensprache.

4. Stufe der Zwei- und Mehrwortsätze (1,5 Jahre bis 2 Jahre)


Hat das Kind erkannt, dass jedes Ding einen Namen hat, so beginnt es gezielt nach deren

Bezeichnung zu fragen („Das?“ oder „Is das?“). Daher wird diese Stufe auch erstes Fragealter

genannt. Durch das Nachfragen erweitert sich der Wortschatz sprunghaft (ca. 50 Wörter

werden aktiv genutzt, ca. 200-300 passiv verstanden). Es kommt zu Zweiwortsätzen wie „Auto

put“. Gegen Ende des 2. Lebensjahres kommt es zu Mehrwortäußerungen wie „Auto is put“.

5. Stufe: Auf- und Ausbau der Grammatik (2 bis 3 Jahre)


Das Kind erkennt Regeln und wendet diese an, z.B. beugt es Wörter, um die Vergangenheit

auszudrücken. Dabei kommt es noch zu Fehlern, den Analogiefehlern. Das Kind hat eine Regel

erkannt und wendet sie nun auf andere Wörter an, obwohl sie hier nicht passt.

Beispiele: spielen – gespielt, trinken - getrinkt

Grammatik und Satzbau werden durch das korrekte Vorbild Erwachsener rasch verbessert.

6. Stufe der Festigung (3 bis 4 Jahre)


Einfache Sätze werden nun grammatikalisch richtig gebildet und mit „und“, „oder“ und „aber“

verknüpft. In dieser Stufe können drei- und mehrsilbige Wörter richtig ausgesprochen werden.

Diese Stufe wird auch als das zweite Fragealter bezeichnet, da die Kinder ständig „Warum-

Fragen“ stellen.

7. Vollständige Beherrschung & Verfeinerung (4 bis 5 Jahre)


Die Sprache gleicht sich immer mehr der Sprache der Erwachsenen an. Das Kind ist in der Lage,

auch in längeren Gesprächen, über vergangene, zukünftige und nur gedachte Ereignisse zu

sprechen. Die Aussprache ist nun auch bei schwierigen Lautkombinationen korrekt. Die

sprachliche Entwicklung ist in ihren Grundzügen abgeschlossen.