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Die Deutsche Demokratische Republik -

ein demokratisches Land ?

"

Bevor wir der Frage nachgehen, wie die DDR mit der

NS-Vergangenheit umgegangen ist, beschäftigt euch in
4 Gruppen mit den folgenden Themenkomplexen:
a) Zwangsdoping
b) Heime und Jugendwerkhöfe
c) Haftbedingungen
d) Zwangsadoptionen

Eva, Anna, Anais

Hugo, Célian, Axelle, Laura

Claire, Lison, Maeline

Marine, Mathilde, Lylia

Mündlicher Ausdruck & Hörverstehen

Die vier Gruppen präsentieren den anderen Gruppen, was sie erfahren haben. Dabei sollte deutlich werden, dass der DDR das Erreichen des Sozialismus wichtiger war als der Respekt der Menschenrechte.

CE: Doping in der DDR

Zwangsdoping

CO: Der Fall Heidi Krieger

Doping in der DDR

Im DDR-Leistungssport wurde nichts dem Zufall überlassen. Doch die sportlichen Erfolge waren nicht nur der frühen Talentförderung und dem perfektionierten Training zu verdanken – sondern auch dem Doping.

Von Kerstin Eva Dreher und Melanie Kuss

Medaillen-Maschinen dank Anabolika

In der DDR gab es ein sehr effektives System der Talentsichtung und -förderung. In Schulen und sogar schon in Kindergärten wurden Talente gezielt gesucht. Die Besten bekamen einen Platz auf Kinder- und Jugendsportschulen, wo ihr Talent gezielt gefördert wurde – und ihr Körper gedopt. Das staatlich organisierte, flächendeckende Doping in der DDR betraf nicht nur mündige, erwachsene Sportler. Auch Minderjährige wurden gedopt – und zwar ohne, dass sie es wussten.

Vor allem im Schwimmen wurden DDR-Sportlerinnen – dank des Anabolikums "Oral-Turinabol" – zu wahren Medaillen-Maschinen hochgedopt. Es existieren Unterlagen, die beweisen, dass alle DDR-Nationalmannschafts-Schwimmerinnen ab dem 14. Lebensjahr in Anabolika-Programme aufgenommen wurden. Auch in anderen Sportarten wurde experimentiert, teilweise an noch Jüngeren. Im Mädchenturnen zum Beispiel wurden Sportlerinnen mit Wachstums-Hemmern[1] klein und dadurch besonders grazil und beweglich gehalten.

Versuchskaninchen des Klassenkampfes

Die Jugendlichen bekamen ihre Dopingrationen von den Menschen, denen sie am meisten vertrauten und mit denen sie die meiste Zeit verbrachten: von ihren Trainern. Gesagt wurde ihnen, dass die bunten Pillen Vitamine seien.

Die jungen Sportler mussten die Tabletten vor den Augen ihrer Trainer schlucken. Außerdem wurde ihnen verboten, mit jemandem darüber zu sprechen. Die kleinen Mädchen, die große Sportlerinnen werden wollten, wurden verraten.

Viele der damals noch Minderjährigen fühlen sich heute als Versuchskaninchen[2] des politischen Klassenkampfes. Noch heute leiden[3] viele von ihnen unter den Folgen des Dopings.

Eines der Doping-Opfer heißt heute Andreas Krieger. Er war zu DDR-Zeiten die Kugelstoßerin Heidi Krieger, die im Jugendalter mit Testosteron vollgepumpt wurde. Ende der 1990er-Jahre entschloss sie sich zu einer geschlechtsangleichenden Operation. Krieger engagiert sich seither vehement für die DDR-Doping-Opfer.


[1] der Wachstums-Hemmer = ein Medikament, das dafür sorgt, dass Kinder klein und dünn bleiben

[2] das Versuchskaninchen = le cobaye

[3] leiden = souffrir

CE: Heime und Jugendwerkhöfe

Heime und Jugendwerkhöfe

CO: Ein Erfahrungsbericht

CE: Untersuchungshaft in der DDR

Haftbedingungen in der DDR

CO: Ein Erfahrungsbericht

CE: Zwangsadoptionen

Zwangsadoptionen in der DDR

CO: Bericht eines Vaters, der seinen Sohn verlor