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Transcript

in der Pflege

THrombose-

prophylaxe

Katharina Tanschek, Joanna Schwonka, Tobias Reips, Julia Dohle

Thromboseprophylaxe-maßnahmen durchzuführen und patientenorientiert auszuwählen

Risikofaktoren einer Thrombose zu erkennen und einzuschätzen

Was Sie in dieser Stunde lernen

Warum?

60%

aller Venenthrombosen treten innerhalb von 90 Tagen nach einem Krankenhausaufenthalt auf.

Die Bedeutung des Themas Thromboseprophylaxe

Die tiefe Venenthrombose ist mit 40 bis 180 Fällen pro 100.000 Einwohnern jährlich die dritthäufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung in Deutschland

1 bis 2 von 1000 schwangeren Frauen entwickeln eine Thrombose.

(Link, (o.D.) )

(Boston Scientific Corporation, 2016)

(Boston Scientific Corporation, 2016)

Stundenablauf

Definition und Ursachen einer Thrombose

Risikofaktoren und

Prophylaxe-maßnahmen

Verknüpfungs-aufgabe

Wiederholung und

Stundenreflexion

Thrombose

Was kommt ihnen bekannt vor?

Quelle:https://www.pflegedienstcampus.de/src/courses/999999/instructionclass_attachment/1059066228/Kompressionsverband%20nach%20Pütter.pdf

Quelle:https://www.yourhealthfit.de/medi-mediven-thrombexin-21

Quelle: https://www.adlershop.ch/p/11523/clexane-60mg-0-6ml-10-fertigspritzen-0-6ml

Quelle:https://pqsg.de/seiten/openpqsg/hintergrund-standard-thrombose.htm

Quelle:http://www.paedagogik.net/wochenthemen/blut/arterienvenen.html

Quelle:https://www.oegari.at/web_files/cms_daten/intensivnewsipc_2.pdf

Bitte notieren Sie in Ihrem Unterrichtsbuch (Seite 2, Tabelle 1) die Definition des Wortes Thrombose und welche drei Ursachen zur Entstehung einer Thrombose führen

Arbeitsauftrag

ViDEO

+ Lösung

Quelle:https://www.youtube.com/watch?v=lx2htzirMbE

Definition Thrombose:


Als Thrombose bezeichnet man die Verengung bzw. den Verschluss eines gesunden oder vorgeschädigten Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Prinzipiell können dabei alle Blutgefäße betroffen sein, allerdings ist die Thrombosehäufigkeit in den Venen und hier besonders in den tiefen Bein- und Beckenvenen (TBVT/Phlebothrombose) grundsätzlich höher als in den Arterien.


(Pennekamp, Pongnac & Schulte, 2016, S. 51).




Verursachende Faktoren:


1. Veränderte Blutzusammensetzung

2. Herabgesetzte Blutströmungsgeschwindigkeit

3. Schäden der inneren Gefäßwand


(Heiligmann, Herbers, Klimek, Lauber, Ludwig & Schleyer,

2019, S. 153).

Risikofaktoren

für eine Thrombose

individuelles Risiko

Angeborene und erworbene Risikofaktoren

Risikofaktoren durch akute Erkrankung mit Immobilisation

  • Stark Risiko erhöhend:
    • frühere tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie
    • Thrombophile Hämostasedefekte (Blutgerinnungsstörungen)
    • Tumorerkrankungen



  • Mittlerer Risikoeinfluss:
    • Höheres Lebensalter (über 60 J)
    • bekannte Venenthrombose bei Verwandten 1. Grades)
    • chronische Herzinsuffizienz / Zustand nach Herzinfarkt
    • Übergewicht (BMI über 30 KG/m2)


  • Leichte Risikoerhöhung:
    • Hormonbehandlung
    • Schwangerschaft/Wochenbett
    • nephrotisches Syndrom (Nierenerkrankung mit vermehrter Eiweißausschüttung über den Urin und Ödembildung)
    • stark ausgeprägte Varikosis (Krampfaderleiden)





(Encke, Haas & Kopp, 2016)

  • Immobilisation:
    • jegliche Verringerung des individuell

gewohnten Mobilitätsgrads

  • operative Eingriffe
  • Traumata und akute Erkrankungen, die die Mobilität

beeinträchtigen




(Encke, Haas & Kopp, 2016)

Prophylaxemaßnahmen

01

02

03

Medikamentöse Prophylaxe

Thrombosehäufigkeit bei stationären Patienten wird bis zu 70 % gesenkt (Noppeney & Knüllen,2014)

Physikalische Maßnahmen

bei erhöhtem Thromboserisiko immer in Kombination mit medikamentösen Maßnahmen (AWMF,2015)

Basismaßnahmen

Fördern auf physiologische Weise den venösen Rückfluss (Bartoszek & Nadolny, 2013)

  • Die medikamentöse Thromboseprophylaxe erfolgt ausschließlich auf ärztliche Anordnung
  • medikamentöse Thromboseprophylaxe kann subkutan als Injektion, oral als Tabletten aber auch intravenös durch Infusionen erfolgen.
  • Wann immer keine Kontraindikationen für eine medikamentöse Prophylaxe vorliegen, sollte diese zwingend angewendet werden, da medikamentöse Maßnahmen im Vergleich zu physikalischer Prophylaxe und Basismaßnahmen das Risiko einer Thrombose am stärksten senken können (AWMF, 2015)
  • Medikamente zur Thromboseprophylaxe:
    • Heparin
    • Danaparoid (= Orgaran ®)
    • Faktor Xa-Inhibitoren (z.B. Xarelto ®)
    • Thrombin-Inhibitoren (z.B. Pradaxa ®)
    • Vitamin-K-Antagonisten (z.B. Marcoumar ®)

  • Medizinische Thromboseprophylaxe-Strümpfe (MTS)
    • waden- oder schenkellange Strümpfe, die geringen Druck auf das Bein ausüben, welcher vom Fuß zum Oberschenkel abnimmt (DBfK,2015)
    • komprimieren die oberflächlichen Venen bei liegenden Patienten und erhöhen somit die Blutströmungsgeschwindigkeit in die tiefen Beinvenen (DBfK, 2015)
    • Überwiegend in der Pflege vor-, während- und nach Operationen angewendet (DBfK, 2015)
  • Intermittierende pneumatische Kompression (IPK)
    • Beinmanschetten, welche sich von der Fußspitze zum Oberschenkel hin aufblasen und wieder entleeren, die hierbei entstehenden wiederkehrenden Druckwellen erhöhen die Blutströmungs-geschwindigkeit im Venösen System (DBfK, 2015)

  • es handelt sich um spezielle Bewegungsübungen, welche die Muskel-Venen-Pumpe anregen und somit den venösen Rückfluss fördern (Bartoszek &Nadolny, 2013 ; DBfK,2015)
  • zusätzlich können eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (hält das Blut "dünnflüssig" & optimiert somit den Blutfluss) und gezielte Atemübungen (beschleunigen des venösen Rückfluss) das Thromboserisiko senken (Pennekamp, 2016, S.57)



  • ABER!
    • Wissenschaftliche Ergebnisse können nicht eindeutig belegen, dass Basismaßnahmen der Thromboseprophylaxe das Risiko einer Thrombose ausreichend senken können! Desshalb sollten bei erhöhtem Thromboserisko immer auch erweitere Maßnahmen (Medikamente/Kompression) bedacht werden um das Risiko ausreichend zu minimieren.

Basismaßnahmen

zur Thromboseprophylaxe

Bewegung ist alles -

und ohne Bewegung ist alles nichts!

Pflegeempfänger aufklären

Compliance schaffen
Eigeninitiative wecken

1

Das Wichtigste zuerst

+ info

Was? Klären Sie Pflegeempfänger zunächst darüber auf, dass Sie eine Thromboseprophylaxe durchführen möchten und was man unter einer Thrombose versteht. Erläutern Sie dann, wie Sie bei der Durchführung der Prophylaxe vorgehen, also welche Bewegungsübungen Sie anwenden werden.

Warum? Vergessen Sie nicht den Pflegeempfängern auch zu erklären, warum Sie die Prophylaxe durchführen (bestehen Risikofaktoren?) und welches Ziel Sie hiermit verfolgen (venösen Blutrückfluss fördern).

geringe Blutviskosität ("dünnes Blut")

= besserer/schnellerer Blutstrom

2

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

+ info

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3

aktivieren die

Muskel-Venen-Pumpe
=
beschleunigung des Venösen Rückflusses

4

1

Füße kreisen


Fordern Sie den/die Pflegeempfänger/in auf, sich auf den Rücken zu legen und die Füße im Sprunggelenk zu kreisen. Diese Übung sollte ca. 20 mal wiederholt werden.


(Baumgärtel et al., 2015, S. 421)



Bildquelle:

https://pqsg.de/seiten/openpqsg/hintergrund-standard-thrombose.htm


Führen zu einer Sogwirkung auf das Blut in Bauchraum und Oberschenkel

=
Steigerung des Blutflusses

Bewegungsübungen

Atemübungen

3

Zehen krallen


  • Der/die Pflegeempfänger/in sollte hierzu sitzen oder liegen
  • Nun wird er/sie aufgefordert die Zehen einzukrallen, diese Position wenige Sekunden zu halten und dann auseinander zu spreitzen
  • Diese Übung sollte ca. 20 mal wiederholt werden



(Bartoszek & Nadolny, 2013)



2

Füße wippen


  • Der/die Pflegeempfänger/in sollte auf dem Rücken liegen oder die Übung sitzend durchführen
  • die Füße werden nun abwechselnd "gewippt"
  • hierbei sollte ein Fuß zur Nasenspitze gezogen ,der andere Richtung Bettende gedrückt werden (diese Position wird einige Sekunden gehalten und dann gewechselt)
  • die Übung sollte ca. 20 mal wiederholt werden


(Bartoszek & Nadolny, 2013)




Bildquelle:

https://patienten.thromboseportal.eu/vorbeugung/bewegungstipps







4

Bettfahrrad


  • Der/ die Pflegeempfänger/in liegt hierfür auf dem Rücken
  • nun werden in der Luft Tretbewegungen wie beim Fahrradfahren ausgeübt
  • die Übung kann durch ein Kurbelgerät ähnlich einem Fahrrad ergänzt werden


(Pennekamp et al., 2016)



Bildquelle:

https://www.krankenhaus-maria-hilf.de/media/pflege/Fly_Thromboseprophylaxe.pdf




  • Die Menge der zu empfehlenden Flüssigkeit, kann je nach Grunderkrankung der Pflegeempfänger (z.B.Nierenschäden, Diarrhoen...) und durch Umweltbedingungen (z.B. Außentemperaturen) schwanken.
  • Allgemein empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 1,5 L in Form von Wasser oder ungesüßsten Tee (DGE, 2017)

Gezielte Bauchatmung:

  • diese Übung kann im Liegen, sitzen oder stehen durchgeführt werden
  • fordern sie den/die Pflegeempfänger/in auf die Hand auf den Bauch zu legen
  • nun soll der/die Pflegeempfänger/in tief durch die Nase einatmen, sodass sich die Bauchdecke zur Hand hin hebt
  • der Atem soll ca.3 Sekunden angehalten werden
  • anschließend langsam durch den Mund wieder Ausatmen
  • diese Übung sollte mindestens über einen Zeitraum von 20 Sekunden (ca. 5 mal) wiederholt werden Bildquelle:https://www.freepng.es/png-z46dpo/



Information:


Der Effekt der gezielten Bauchatmung kann durch Kombination mit der Bewegungsübung "Füßewippen" nochmals verstärkt werden

(Known, Jung, Kim, Cho &Yi, 2003).


Bewegungsübungen erhöhen den venösen Rückfluss durch Aktivierung der Muskel-Venen-Pumpe auf physiologische Weise, jedoch hält dieser Effekt nicht wesentlich länger an, als die Übungen aktiv durchgeführt werden. Desshalb wird empfohlen, dass die Bewegungsübungen so oft wie möglich durchgeführt werden, optimalerweise selbstständig durch die Pflegeempfänger (EBN-Leitlinie,2011).

Aufgabe

Welche Prophylaxemaßnahme würden sie anwenden?

Aufgabenstellung


1.

Schauen Sie in Ihrem Unterrichtsbuch auf Seite 3 nach, welchen Fall Sie bearbeiten werden (Nr. 1-4) und finden Sie sich mit allen weiteren Personen, die den selben Fall bearbeiten werden in einer Arbeitsgruppe zusammen.


2.

Lesen Sie die kurze Fallbeschreibung durch und klären Sie Verständnisschwierigkeiten. Wir stehen Ihnen hierbei gerne zur Verfügung.


3.

Schauen Sie sich die Tabelle auf Seite 4 an und lesen Sie zunächst welche Risikofaktoren der/die beschreiben Pflegeempfänger/in im Fall für eine Thrombose hat.

Nun wählen Sie aus der vorgefertigten Liste (Seite 3) bitte drei Prophylaxemaßnahmen aus, die Sie für den/die im Fallbeispiel beschriebenen Pflegeempfänger/in anwenden würden und begründen Sie, warum Sie diese Maßnahme ausgewählt haben (1-2 Sätze).


4.

Fixieren Sie Ihre Ergebnisse in der vorgefertigten Tabelle (Seite 4) im Arbeitsheft.




Für die Bearbeitung der Aufgabe haben Sie 15 Minuten Zeit.

Im Anschluss an die Bearbeitung präsentieren Sie Ihre Ergebnisse der Klasse.

Bei Fragen und Problemen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Wissen Sie es noch?

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Quellenverzeichnis

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