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Transcript

Klischee

Stereotyp

Othering

Vorurteil

Klischee benennt eine feste, oberflächliche und verbreitete Vorstellung über eine Sache oder Person.

Typischer Satz: Frauen* können nicht einparken.

Das steckt dahinter: Das Wort cliché bzw. Klischee kommt ursprünglich aus dem Buchdruck und bezeichnet einen vorgefertigten Druckstock, den „Stempel“, mit dem die Bilder und Texte auf Papier gebracht wurden. Ein Klischee ist somit ein vorgefertigtes Denkmuster, das aus angeblich typischen Merkmalen für Personen, Dingen, Phänomenen oder Stimmungen besteht.

Othering beschreibt den Prozess, bei dem eine „Wir-“ und eine „Ihr-“ Gruppe konstruiert wird.

Typischer Satz: Wie ist das bei euch?

Was steckt dahinter? Basierend auf Vorurteilen wird eine Eigen-Gruppe „Wir“ anderen Gruppen "die" gegenübergestellt. Diese unterscheiden sich hinsichtlich dessen, wie sehr sie emanzipiert, aufgeklärt, tolerant, demokratisch, gebildet etc. sind. Es findet eine Hierarchisierung statt, bei der „Wir“ als normal bzw. Norm empfunden wird. Die „Anderen“ sind dagegen fremd und werden abgewertet. Wenn jemand „anders“ aussieht, sieht er*sie anders aus als wer?

Stereotyp bezeichnet in der Sozialwissenschaft die „vorgefasste Meinung über soziale Gruppen“; in der Psychologie dagegen beschreiben Stereotypen die Kategorisierung, über die Informationen aus dem Alltag wahrgenommen und abgespeichert werden.

Typischer Satz: Alle Schweden sind blond.

Das steckt dahinter: Der Mensch und seine Umwelt sind sehr komplex. Um diese Komplexität der Umwelt zu reduzieren und Orientierung zu geben, entwickeln wir, beruhend auf unseren Erfahrungen und unserer Wahrnehmung der Welt, Kategorien, nach denen wir Menschen und Dinge, die uns öfter begegnen, einteilen. Stereotyp sind das „Bild“, das wir von Menschen, Dingen und Phänomenen. Nicht alle Menschen aus Schweden sind blond. Doch wenn wir vor allem blonde Schweden kennenlernen, wird das Gehirn eine Verknüpfung zwischen „Schweden“ und „blond“ herstellen. Auch wenn Stereotype in ihrem Kern nicht immer wahr sind, so helfen sie zunächst, dass wir uns einen Überblick verschaffen, bevor wir die Situation hinterfragen.

Vorurteile sind negative oder ablehnende Einstellungen gegenüber anderen Personen. Die Zuschreibung dieser Einstellungen erfolgt auf Grundlage stereotyper Vorstellungen.

Typischer Satz: Ausländer sind krimineller als Deutsche.

Das steckt dahinter: Vorurteile sind, anders als Stereotype, mit einer „Meinung“ verknüpft. Das macht es in gewisser Weise gefährlicher als Stereotype, da sie nur sehr schwer korrigiert und zum Teil in den Medien, in Schulbüchern und in der Alltagssprache über mehrere Generationen hinweg reproduziert werden. Vorurteile sind unreflektierte Meinungen, meist mit negativen Gefühlen verbunden. Sie lassen sich kaum durch objektive Fakten oder Informationen widerlegen. Vorurteile helfen nicht, Komplexität zu reduzieren, sondern spiegeln eine Haltung gegenüber Menschen und sich nicht selten gegen ganze Bevölkerungsgruppen wider.