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Angst

Deutschenfeindlichkeit

Erstaunen

Faszination

Fremden-

feindlichkeit, Fremdenhass und Ausländerhass

Rechtsextremismus

Rechtspopulismus

Xenophilie

Überfremdung

Xenophobie

Neugier

Philosemitismus

Fremdheit

Angst beschreibt ein mit Beklemmung, Bedrückung und Erregung einhergehender Gefühlszustand [angesichts einer Gefahr], ein undeutliches Gefühl des Bedrohtseins. In der Fachsprache der Psychologie und Philosophie wird im Allgemeinen zwischen Angst als unbegründet, nicht objektbezogen und Furcht als objektbezogen differenziert. In der Allgemeinsprache werden dagegen beide Bezeichnungen meist synonym verwendet, wobei Furcht als stilistisch gehobener empfunden wird.

Deutschenfeindlichkeit wird in rechtsradikalen und -extremen Kreisen benutzt, um zu behaupten, weiße Deutsche seien von Rassismus durch eingewanderte Menschen, insbesondere Muslim*innen betroffen. Da diesen Minderheiten strukturelle Macht in Deutschland fehlt, trifft der Vorwurf nicht zu, wenn es etwa zu Beleidigungen oder Mobbing kommt. Der ideologisch aufgeladene Begriff soll tatsächlich existierenden Rassismus relativieren und eine Täter-Opfer-Umkehr propagieren.

Wir geraten ins Staunen, wenn etwas geschieht, dass so nicht unseren Erwartungen oder bekannten Vorgängen entspricht. Erstaunen bedeutet also soviel, dass wir von etwas oder jemandem, verblüfft oder verwundert sind, weil wir nicht damit gerechnet haben.

Dieser emotionale Zustand wird begleitet von innerlicher Erregegung, die wiederum unsere Motivation, etwas zu verstehen oder zu lernen, fördert.

Faszination beschreibt eine anziehende, fesselnde Wirkung.


Seinen Ursprung hat das Wort im 18. Jahrhundert und geht auf das lateinische Wort "fascinātio" zurück und stand für eine "Behexung" der Menschen. Im 19. Jahrhundert wandelte sich die Bedeutung des Begriffs in "starke Anziehungskraft" bzw. "Unwiderstehlichkeit".

Fremdenfeindlichkeit, Fremdenhass und Ausländerhass sind keine Synonyme für Rassismus und rassistische Tatmotive, da es selten um tatsächliche Fremde wie etwa Tourist*innen geht. Von der vermeintlichen »Ausländerfeindlichkeit« sind oft deutsche Staatsangehörige betroffen. Werden Ausländerhass oder Fremdenfeindlichkeit als Motive genannt, gibt das die Perspektive der Täter*innen wieder. Präziser ist es, die Straftaten und Motive als rassistisch, rassistisch motiviert, rechtsextrem, rechtsterroristisch oder neonazistisch zu bezeichnen.

Rechtsextremismus werden vom Verfassungsschutz Bestrebungen benannt, die sich gegen die im Grundgesetz verankerte Gleichheit der Menschen richten und die universelle Geltung der Menschenrechte ablehnen. Das verfassungsfeindliche, rechtsextreme Weltbild ist geprägt von einer Überbewertung ethnischer Zugehörigkeit. Individuelle Rechte treten zugunsten »volksgemeinschaftlicher« Konstrukte zurück. Weitere wesentliche Bestandteile sind Antisemitismus und ein autoritäres Staatsverständnis. Oft wird damit lediglich das veraltete Bild typischer Neonazis der 1990er Jahre (Glatze, Stiefel, Bomberjacke) verbunden. Es gibt aber auch in der Mitte der Gesellschaft Menschen mit rechtsextremer und/oder neonazistischer Gesinnung. So können mit dem verallgemeinernden Begriff Rechtsextreme auch Asylgegner gemeint sein. Selbst manche Aussagen von Politiker*innen können als rechtsextrem eingeschätzt werden.

Rechtspopulismus dient oft als Beschreibung für die Politik rassistischer Protestparteien. In der Forschung ist umstritten, ob es sich bei Rechtspopulismus um eine Ideologie handelt oder um einen Politikstil von Parteien der radikalen Rechten (vgl. rechtsradikal). Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer kritisiert den Begriff »Rechtspopulismus« als verharmlosend und spricht von einem autoritären Nationalradikalimus.1 Fest steht: Rechtspopulist*innen arbeiten mit Gegensätzen, die von einem »reinen Volk« sowie einer »korrupten (politischen) Elite« ausgehen und mit einem Nationalismus, bei dem Migranten, insbesondere Geflüchtete, als Eindringlinge und Bedrohung dargestellt werden. Vertreter*innen des Rechtspopulismus bzw. Rechtsradikale treten oft als vermeintliche Hüter*-innen der demokratischen Ordnung auf.

Überfremdung ist ein politisches Schlagwort, das von Rechtsextremen und teils auch in der Politik verwendet wird. Es dient meist als Argument gegen die multikulturelle Gesellschaft in Deutschland, z. B. in Debatten um den Bau von Moscheen. Dahinter steckt häufig eine – völkisch-nationalistische – Vorstellung, in der als nicht deutsch empfundene Menschen und ihre Kultur eine Gefahr für die »deutsche Identität«, das »Volk« oder die innere Sicherheit Deutschlands sind. Dass die Bundesrepublik bspw. wirtschaftlich von Einwanderung profitiert und sie sich demografisch positiv auswirkt, wird dabei ausgeblendet. »Überfremdung« wurde bereits 1993 zum Unwort des Jahres gewählt.

Xenophobie bezeichnet die ablehnende Haltung gegenüber einer Gruppe, die als fremd wahrgenommen wird, aber nicht automatisch fremd sein muss, wie zum Beispiel Schwarze Deutsche oder deutsche Muslime. Xenophobie ist eine Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.

  • Fremdenangst vs. Fremdenscheu
  • Angst löst Vorsicht aus, die v.a. früher überlebenswichtig war (z.B. Vorsicht vor unbekannten Tieren oder Pflanzen, da sie giftig sein können)
  • evolutionsgeschichtlich im Menschen angelegt: Zusammenschluss in Stämmen, um Territorium und Nahrung vor „Anderen“ zu schützen > Feindschaften, wenn Ressourcen oder Reproduktionsinteressen „verteidigt“ werden müssen
  • These: Genetische Übertragung von Ängsten: Fremdenangst als Urangst in jedem veranlagt
  • Emotionale Ängste: Subjektive Gefühle, die in einem einfach strukturierten Teil des Gehirns angesiedelt sind > dieser Teil ist für Fakten nicht zugänglich („primitiver Teil des Gehirns“)
  • Ängste sind am stärksten, wenn die Ursache neu auftritt und unbeherrschbar scheint

Xenophilie beschreibt eine Neigung für fremde Dinge oder Menschen. Beides setzt eine Kategorisierung in »fremd« und »nicht fremd« voraus.

Neugier beschreibt ein Verlangen, Neues zu erfahren. Dabei wird unterschieden, ob sich die Neugier auf das Aneignen von Wissen bezieht - auch Wissbegierde genannt - oder auf die Lust, sich an Sensationen befriedigen zu können.

Philosemitismus bezeichnet die positive Neigung zu Juden und jüdischer Kultur, die teils wie bei Antisemitismus von einem homogenen Kollektiv ausgeht, dem bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden. Ein Motiv können zum Beispiel Schuldgefühle aufgrund der NS-Zeit sein. Der Begriff wurde erstmals im 19. Jh. verwendet, um projüdische Linksliberale abzuwerten.

Wenn wir etwas als „fremd“ bezeichnen, erfolgt das immer von einem individuellen Standpunkt aus und sagt letztlich mehr über die Person aus, die sagt, etwas sei ihr fremd sei, als über die Person, die als fremd bezeichnet wird.


Dass etwas oder jemand als „fremd“ empfunden wird, ist ein Ausdruck der Relation, also dem Verhältnis, in dem Dinge, Gegebenheit oder Menschen zu einander stehen. Zu sagen „Etwas ist fremd“ wäre damit falsch. Es müsste heißen „Etwas ist mir fremd“ (vgl. Paul Mecheril – Was heißt eigentlich fremd?, 2003).


Die kollektive Bewertung „fremd“ erfolgt dann wiederum von Mehrheiten über Minderheiten. Den Stempel „fremd“ zu geben, ist damit Ausdruck eines Machtverhältnisses. Fremdheit wird zu einer Eigenschaft gemacht, auf die die betroffenen Personen nicht reagieren können.


Dieses Gefühl von nicht dazugehören, ist Teil der sozialen Fremdheitserfahrung. Sie beschreibt, dass Menschen der Zugang zu einer Gruppe verwehrt wird und sie sich dadurch als fremd fühlen. Es ist passiv.


Aktiv dagegen sind kulturelle Fremdheitserfahrungen. Sie beschreiben, dass etwas unbekannt oder unvertraut ist; dass eine Person mit etwas nicht einverstanden ist oder es abgelehnt wird. Hier handelt es sich um einen aktiven Prozess.