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Die Verlobung in st. Domingo

Heinrich von Kleist

Thomas Bichler, 11c

12.5.2022

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01. Autor

02. Kontext

04. Handlung

05. Stilistische Gestaltung

06. Epoche

08. Fazit

09. Quellen

07. Zeitgemäßigkeit

Gliederung

03. Figuren

Autor

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Heinrich von Kleist

  • Mit 15 tritt er dem Militär bei
  • Im Alter von 16 Jahren bereits beide Eltern verloren
  • Fokussiert sich bis er 22 ist auf das Militär
  • Nach Dienstentlassung mit 22 Studium in Physik und Mathe

Geboren 1777 in Frankfurt an der Oder als Sohn eines Majors

  • Erste Veröffentlichung im Alter von 25 Jahren
  • Sitzt ein halbes Jahr hinter Gittern mit 30
  • Kontakt zu großen Romantikern wie Bretano und Fouqué
  • Suizid mit 34 am 21. November 1811

Sein Studium konnte er nicht wirklich beenden, da Napoleon 1806 Preußen besetzt

Um 1800 herrschte in Haiti ein Befreiungskrieg. Die schwarze Bevölkerung wollte sich von den europäischen Sklaventreibern befreien und bäumte sich deshalb im ganzen Land gegen jegliche Art der Besetzung auf. Die Weißen wurden mit der gleichen Grausamkeit vertrieben und gejagt, mit welcher sie die Sklaven Unterdrückten. Das N-Wort galt zu der Zeit der Erscheinung des Werks nicht als diskriminierend und wird deshalb konstant von Kleist genutzt.

Historischer Kontext

Kontext

Das N-Wort

Das N-Wort "N*ger" wird auf der ganzen Welt als diskriminierend angesehen und ist in manchen Teilen der Welt sogar verboten (z.B München)

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Figuren

Congo Hoango, von Kleist selbst als "fürchterlicher alter N*ger"(S. 3 V. 5 f.) bezeichnet ist ein Freiheitskämpfer, welcher sich mit Jagdtrrupps oft Tagelang auf die Suche nach Weißen macht, um diese zu töten. Er selbst war ebenfalls einmal Sklave, wurde jedoch sehr großzügig von seinem Herrn behandelt mit einem eigenen Haus und einer Frau, Babekan.

Congo Hoango

Babekan

Die Frau von Congo Hoango hat eine hellere Hautfarbe, was sie zur "Mulattin"(S. 3 V. 17) macht, da ihre Mutter von einem weißen Besetzer Missbraucht wurde. Sie wuchs ebefalls als Sklavin auf bis sich die schwarzen gegen die Unterdrückung auflehnten. Jetzt dient sie mit ihrer Tochter Toni als Köder für Weiße, welche Unterschlupf suchen.

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Mulatten/Mestizen

Als Mulatten werden alle von einer schwarzen und weißen Person gezeugten Personen beschrieben. Mestizen sind Kinder aus einer Partnerschaft von einer weißen Person und einer/m Mulattin/en

Figuren

Toni ist die 15 Jahre alte Tochter von Babekan und einem französischen Kaufmann. Deshalb ist ihre Hautfarbe auch noch heller, was sie zu einer "Mestize"(S.20 V. 20) macht. Sie hat durch das ganze Stück hinweg Identitätskonflikte, da sie sich weder den schwarzen Aufständigen, noch den weißen Besetzern zugehörig fühlt. Auch ihre Beziehung zu Gustav wirdt bei ihr Fragen auf, ob es richtig ist alle Weißen zu vertreiben und töten.

Toni

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Herr Strömli

Figuren

Ein flüchtiger weißer Schweizer Offizier, welcher alleine auf die Unterkunft stößt in welcher Babekan und Toni als Köder walten. Er verliebt sich in Toni und will sie auch heiraten. Sein Fokus liegt jedoch darauf seiner Familie eine sichere Flucht zu garantieren.

Gusta von der Ried

Der Onkel von Gustav, welcher mit dem Rest der Familie reist.

Handlung

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1803:

Der Rassenkrieg in St. Domingo, heute Haiti, ist im vollen Gange und der Freiheitskämpfer Congo Hoango ist mit einem Trupp auf der Jagd auf weiße Flüchtige. Babekan und Toni sind in Hoangos Haus als der junge Schweizer Gustav von der Ried bei ihnen u Unterschlupf bittet. Sie nehmen ihn auf und überlegen, wie sie ihn hinhalten bis Hoango zurückkehrt. Als am Abend Toni in sein Zimmer geht um ihn ein Fußbad zu geben verführt er sie. Er hat sogar vor um ihre Hand anzuhalten. Toni empfindet auch Liebe für Gustav und beschützt ihn deshalb vor einem Vergiftungsversuch durch Babekan. Um Gustav weiter hinzuhalten senden sie einen Botenjungen mit Lebensmitteln aus, welcher der Familie von Gutav dann zum Haus führen soll.

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Letzte Worte

Tonis letzte Worte richten sich an Gustav und lauten: "Du hättest mit nicht misstrauen sollen."(S. 41 V. 3 f.)

Handlung

Gustav legt sich Schlafen und plötzlich kehrt Hoango zurück. Toni will nicht, dass dieser ihn sofort tötet und fesselt ihn deshalb, um es so aussehen zu lassen, als hätten sie ihn gefangen genommen. Toni kann Hoango überzeugen zu warten mit der Exikution bis der Rest der Familie Eintrifft. Am nächsten Tag kehrt der Bote zurück mit Herrn Strömli und dem Rest der Familie von der Ried. Toni läuft hinaus um sie azufangen und ihen die ganze Situation zu erklären. Kurzerhand nehmen sie den Botenjungen als Geisel und stoßen in das Haus vor. Nach einem kurzen Handgemenge schaffen sie es Hoango und seine Männer unschädlich zu machen. Toni und zwei Cousins von Gustav eilen zu Gustav und entfesseln ihn. Dieser denkt, dass Toni ihn verraten hat, nimt eine Pistole und erschießt sie. Als er realisiert, dass sie für die Rettung der Familie verantwortlich ist nimmt er eine zweite Pistole und schießt sich selbst in den Kopf. Hoango und Herr Strömli treffen ein Abkommen, welches die sichere Flucht der Familie garantiert.

Stilistische Gestaltung

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Anhand der Schlussszene

  • Fließtext ohne Szenische Aufteilung
  • Erzählstil aus der Perspektive eines allwissenden Erzähler dritter Person
  • Abwechslung zwischen direkter und indirekter Rede

Kleist hält die Stilistische Gestaltung seiner Novelle simpel. Das lässt sich erkennen an:

Effekte daraus

  • Keine gezielt eingesetzten Stilmittel
  • Sehr gut verständliche Sprache
  • Keine Reime

"Die Verlobung in St. Domingo" ließt sich sehr flüssig und zügig. Man muss so gut wie nie die Bedeutung eines Wortes nachschlagen, da auf künstlerische Extravaganz verzichtet wird. Der Charakter der Novelle wird dadurch sehr gut verkörpert und der Leser bekommt den Eindruch einer sehr konkludenten Erzählung. Die überhäufte Verwendung des N-Wortes wirft jedoch in der Postmoderne einen schlechten Schatten auf das Gesamtwerk.

Epoche

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Typische Merkmale

  • Gustav und Toni
  • Toni und Babekan
  • Toni und C. Hoango
  • Herrn Strömli und Toni

Kleists romantisches Werk hat das Kernthema des Vertrauens und der Liebe zwischen :

Zur Novelle

  • Geradlinige Handlung mit Höhepunkt am Ende
  • Mittlere Länge
  • Simple Stilistik
  • Kleines Personenkontingent

Typische Erzählweise durch aussenstehenden Erzähler. Weitere Merkmale :

Zeitmäßigkeit

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Ist "Die Verlobung in St. Domingo" noch zeitgemäß an den Schulen Deutschlands?

Was denkt ihr?

Fazit

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Mir persönlich ist beim Lesen der Novelle das N-Wort meißt als irritierender Faktor unterlaufen. Zu Anfangs ist man entsetzt, dass Kleist so beleidigend, für unsere postmoderne Weltanschauung, spricht und diese Entsetzng zieht sich durch das gesamte Stück.

Obwohl Kleist kein rassistisches Element in seine Novelle einbaut und sich auch nicht bewusst war, wie diskriminierend seine Wortwahl ist, sehen wir konstant Menschen mit schwarzer Hautfarbe, welche als grausam, intrigant und böse dargestellt werden. Ob dieses in den Schulen heutzutage noch eine Darseinsberechtigung hat ist stark zu bezwefeln, aufgrund der diversen Klassenkonstellationen mit Schüler*innen aus jeder Ethnie und mit allen Hautfarben der Welt.

Kann man machen, muss man aber nicht

Das N-Wort als Stolperstein

„Denn es kommt überall nicht auf den Gegenstand, sondern auf das Auge an, das ihn betrachtet, und unter den Sinnen eines Denkers wird alles zum Stoff.“

Heinrich von Kleist

Noch Fragen?

Danke für eure Aufmerksamkeit!

Quellen

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Bildquellen

  • Heinrich Kleist "Die Verlobung in St. Domingo". In Mario Leis (Hrsg.): Die Verlobung in St. Domingo. Reclam, Ditzingen, 2020. S. 52
  • https://www.google.com/imgres?
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  • https://www.google.com/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fwww.albertina.at%2Fsite%2Fassets%2Ffiles%2F2423%2Ffriedrich_lebensstufen.1200x0.jpg

Literaturquellen

  • Heinrich Kleist "Die Verlobung in St. Domingo". In Philipp Reclam jun. (Hrsg.): Die Verlobung in St. Domingo. Das Bettelweib von Locarno. Der Findling. Reclam, Ditzingen, 2012. S. 3-42
  • https://www.heinrich-von-kleist.org/ueber-heinrich-von-kleist/biographie/