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Transcript

1980er

Handel nimmt zu

1990er

„Drogensupermarkt Europas“

1990er

Drogen größtes soziales Problem

1970er

Drogen breiter in Gesellschaft verteilt

1980er

Drogen werden Problem

1990er

Heroinkonsum steigt

1990er

Beginn der Politisierung

Portugal vor der Entkriminalisierung

Wie kam es dazu?

1970er

Ende der Diktatur

2001

„Estado Novo“ endet nach 41 Jahren

Portugal erfährt neue Einflüsse

Immer mehr kleine Händler*innen und Gruppen – Regierung mit Problemen

Öffentlicher Eindruck, das Land habe ernsthafte Drogenprobleme

Lissabon bekommt den unrühmlichen Spitznamen "Drogensupermarkt Europas"

In der Folge große Schäden an den Konsument*innen

Die Bevölkerung sieht Drogen als das größte soziale Problem im Land

Der Staat beginnt das Drogenproblem zu Politisieren und arbeitet an Lösungen

Quelle: Domosławski, A. (2011). Drogenpolitik in Portugal – Die Vorteile einer Entkriminalisierung des Drogenkonsums. Warschau: Open Society Foundations.

Der „Estado Novo“ unter der Führung von António de Oliveira Salazar endet 1974 nach 41 Jahren im Zuge der „Nelkenrevolution“. Die neben Spanien einzige verbliebene Autokratie in Europa hatte seinerzeit wenig westliche Einflüsse und galt als streng katholisch.

Nach der Diktatur kommt Portugal mit neuen Einflüssen in Kontakt. Das Land aber kann auch potenzielle Gefahren nur schwer einschätzen und Entwicklungen rund um Drogen kaum entgegenwirken. Bis dato hatten Drogen so gut wie keine sozialen oder kulturellen Auswirkungen.


Aus der Ex-Kolonie Mosambik gelangen Drogen wie Heroin in das Land, ehe die zwei großen Händlerstrukturen zerschlagen werden. Der Stoff kommt dann hauptsächlich aus den Niederlanden und wird über kleine Gruppen und Personen verteilt. Die Regierung kann den Handel nicht stoppen.


Die breite Öffentlichkeit ist der Meinung, das Land habe ein ernsthaftes Drogenproblem und es gebe einen hohen Drogenkonsum. Diese Meinungen jedoch basieren auf der subjektiven Wahrnehmung der Bürger*innen.

In einigen großen Städten wird der offene und sichtbare Drogenkonsum zur Herausforderung. Vor allem in den Bezirken der Hauptstadt Lissabon ist das Problem akut. Abhängige pilgern in die Hauptstadt, weshalb ihr der Spitzname „Drogensupermarkt Europas“ zuteil wird.

Heroin wird zunehmend zum gesellschaftlichen Problem. Bereits 0,7 Prozent der Bevölkerung gibt an, mindestens einmal im Leben konsumiert zu haben. Die damit einhergehenden Schäden an den Konsument*innen sind besorgniserregend. 60 Prozent aller HIV-Patient*innen in Portugal sind heroinabhängig.

Im Jahr 1997 stufen die Portugies*innen den Drogenkonsum als größtes soziales Problem im Land ein. Acht Prozent der Bevölkerung geben an, bereits mindestens einmal in ihrem Leben Drogen genommen zu haben.

Mit der Politisierung im Jahr 1998 beginnen zahlreiche Debatten in der Regierung rund um das weitere Vorgehen mit der Krise. Nach wachsendem medialen Interesse und Empfehlungen von Expertenausschüssen entscheidet man sich für den unkonventionellen Weg.


Im Jahr 2001 tritt also schließlich das Gesetz 30/2000 vom 29. November 2000 in Kraft. Der letzte Schritt zur Entkriminalisierung.