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Wenn Märkte versagen

UND STAATLICHES HANDELN NOTWENDIG WIRD

Station 4

In der Bahn

Station 3

Der Fahrradparkplatz

Station 2

Die Schule

Station 1

Die Eisdiele

Marktmacht

Was der Markt allein nicht lösen kann

In einer marktwirtschaftlichen Volkswirtschaft, aber auch in einer Sozialen Marktwirtschaft, ist der Markt das Koordinationsinstrument der ersten Wahl. Unternehmen stehen im Wettbewerb miteinander. Der Marktmechanismus sorgt für eine effiziente Verteilung von Gütern und einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Denn die Preise zeigen an, was ein Gut kostet und wie knapp (kostbar) es ist. Wenn z.B. die Vorräte von Öl schrumpfen oder die Nachfrage steigt, dann sorgt der Markt durch steigende Preise für einen sparsameren Umgang mit diesem Gut. Außerdem können steigende Preise Anreiz sein, energiesparende Technologien zu erfinden (Innovationen) oder alternative Energieträger nutzbar zu machen. Aber manchmal funktioniert diese Koordination über den Markt nicht. Sie scheitert, wenn die wirtschaftlichen Handlungen der einzelnen Akteure andere Akteure schädigen, ohne, dass diese sich dem entziehen können, oder wenn die Nutzung des Gutes keinen Preis hat. Die Verschmutzung der natürlichen Umwelt kostet zum Beispiel dem Verursacher nichts. Der Marktmechanismus versagt. In der Realität lassen sich verschiedene Situationen beobachten, in denen der Marktmechanismus nicht optimal funktioniert. Hier ist dann oftmals ein staatlicher Eingriff in das Marktgeschehen vonnöten.

Aufgabe:

Finde an jeder Station heraus, warum hier die Märkte versagen und deshalb ein staatlicher Eingriff in das Marktgeschehen sinnvoll ist. Bearbeite dazu in der von dir gewählten Reihenfolge die einzelnen Aufgaben im Stationenlernen und überprüfe deine Antworten anschließend mithilfe der ausliegenden Musterlösungen selbstständig.


Bei der Bearbeitung der Stationen kannst du selbst entscheiden, ob du die Aufgaben in Einzel- oder in Partnerarbeit bearbeitest.


Was der Markt allein nicht lösen kann

In einer marktwirtschaftlichen Volkswirtschaft, aber auch in einer Sozialen Marktwirtschaft, ist der Markt das Koordinationsinstrument der ersten Wahl. Unternehmen stehen im Wettbewerb miteinander. Der Marktmechanismus sorgt für eine effiziente Verteilung von Gütern und einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Denn die Preise zeigen an, was ein Gut kostet und wie knapp (kostbar) es ist. Wenn z.B. die Vorräte von Öl schrumpfen oder die Nachfrage steigt, dann sorgt der Markt durch steigende Preise für einen sparsameren Umgang mit diesem Gut. Außerdem können steigende Preise Anreiz sein, energiesparende Technologien zu erfinden (Innovationen) oder alternative Energieträger nutzbar zu machen. Aber manchmal funktioniert diese Koordination über den Markt nicht. Sie scheitert, wenn die wirtschaftlichen Handlungen der einzelnen Akteure andere Akteure schädigen, ohne, dass diese sich dem entziehen können, oder wenn die Nutzung des Gutes keinen Preis hat. Die Verschmutzung der natürlichen Umwelt kostet zum Beispiel dem Verursacher nichts. Der Marktmechanismus versagt. In der Realität lassen sich verschiedene Situationen beobachten, in denen der Marktmechanismus nicht optimal funktioniert. Hier ist dann oftmals ein staatlicher Eingriff in das Marktgeschehen vonnöten.

Die Marktmacht der Eisdiele

Aufgabe

Aufgabe


a) Erkläre am fiktiven Beispiel des Eismarktes, welche Auswirkungen Monopole auf die Preisbildung und das Marktgleichgewicht haben können. (Stichpunkte)


b) Erläutere anschließend, warum es sich hierbei um ein Marktversagen handelt. Nutze dazu die Informationen zum Marktversagen von der Startseite. (Stichpunkte)


c) Versetze dich in die Lage des Staates: Wie könntest du diesen Markt wieder ins Gleichgewicht bringen? Stelle mindestens eine begründete Vermutung an. (Stichpunkte)



Monopole


Auf einem vollkommenen Markt gibt es eine größere Anzahl von Anbietern, die in Konkurrenz zueinander stehen. Durch Unternehmensübernahmen (Fusionen) kann es aber dazu kommen, dass die Konkurrenz kleiner wird und es nur noch wenige Anbieter auf dem Markt gibt. Durch diese Anbieterkonzentration ist der freie Wettbewerb nicht mehr gewährleistet. Im Extremfall gibt es nur noch einen Anbieter für ein Produkt. Dann spricht man von einem Monopol. Ein Monopolist hat eine besondere Macht gegenüber dem Nachfrager: er kann den Preis und die Qualität seiner Produkte beliebig festlegen.

Güterarten

Rivalität
= Konkurrenz um die
Nutzung eines Gutes

Ausschließbarkeit
= Ausschluss von der
Nutzung eines Gutes

Aufgabe

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Aufgabe


a) Erkläre mit Hilfe der Informationen zu Station 2, warum es sich bei Bildung um ein öffentliches Gut handelt. (Stichpunkte)


b) Erläutere, warum bei öffentlichen Gütern Marktversagen vorliegt. Nutze dazu die Informationen zum Marktversagen von der Startseite. (Stichpunkte)


c) Gib an, inwiefern der Staat dieser Form des Marktversagens bereits entgegenwirkt. (Stichpunkte)



Allgemeine Erklärung der Menschenrechte


1. Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch (verpflichtend). Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muss allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.


2. Die Bildung muss auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muss zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen ethnischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.


3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Informationsasymmetrie

Während das Marktmodell (vollkommener Markt) von Anbietern und Nachfragern ausgeht, die perfekt über das zu handelnde Gut informiert sind, ist das in der Realität jedoch selten der Fall. Es gibt Situationen, in denen ein Marktteilnehmer über deutlich mehr Informationen verfügt als der jeweils andere. Beispiele hierfür sind etwa Versicherungen. Bei einer Versicherung kann die Versicherungsgesellschaft das Risiko eines Schadens beim Versicherungsnehmer nur statistisch abschätzen. Für eine Fahrraddiebstahlversicherung etwa werden der Wert des Fahrrads und der Wohnort erfasst. Wie oft mit dem Fahrrad gefahren wird, wo man es abstellt, wie gut es der Besitzer sichert (z. B. mit einem einfachen Kabelschloss oder mit einem hochwertigen Faltschloss), das kann die Versicherung aus Kostengründen nicht bei jedem einzelnen Versicherungsnehmer erfragen. Dagegen weiß der Versicherungsnehmer viel besser, ob sich eine Fahrraddiebstahlversicherung für ihn lohnt oder nicht. Er oder sie wird für sich festlegen, welchen Preis die Versicherung maximal kosten darf, um im Gegenzug die Sicherheit zu bekommen, dass ein möglicher Diebstahl erstattet wird. Es kann andererseits jedoch dazu kommen, dass der Fahrradhalter, weil es den Versicherungsschutz gibt, nun fahrlässig mit seinem Fahrrad umgeht und so das Diebstahlrisiko vorsätzlich erhöht. Das Grundproblem bei asymmetrischer Information ist, dass der besser Informierte einen Informationsvorsprung hat. Die Bedingungen des vollkommenen Marktes sind somit nicht gegeben und folglich der Preismechanismus gestört.

Aufgabe

Aufgabe


a) Erläutere am Beispiel einer Fahrraddiebstahlversicherung, was „Informationsasymmetrie“ bedeutet. (Stichpunkte)


b) Erkläre anschließend, warum es auf dem Versicherungsmarkt allgemein zu Marktversagen kommen kann. (Stichpunkte)


c) Beschreibe mindestens eine Möglichkeit, mithilfe derer der Staat ein Marktversagen auf dem allgemeinen Versicherungsmarkt verhindern könnte. (Stichpunkte)



Externe Effekte (interaktiver Erklärfilm)

Die drei Freunde Steffen, Alif und Meret sind mit der Bahn unterwegs. Um sich die Zeit bis zur Ankunft zu vertreiben, hört Steffen Musik – und das viel zu laut, denkt zumindest Alif, der sich von der Musik gestört fühlt. Meret hingegen findet es total praktisch, einfach so die Musik mithören zu können. Ohne es zu ahnen sind die drei Freund damit einem großen wirtschaftlichen Problem auf der Spur: den sogenannten externen Effekten.

Begleite die drei Freunde bei ihrer weiteren Bahnfahrt und finde so heraus, wie sehr die externen Effekte den Preis am Markt beeinflussen und sogar verfälschen können. Bearbeite dabei auch die interaktiven Aufgaben, die dir immer wieder im Film begegnen werden. Kannst du sie lösen und so herausfinden, welche unterschiedlichen Arten
von externen Effekten es gibt und wie der Staat darauf reagiert?

Aufgabe

Watch

Aufgabe


a) Bearbeite den interaktiven Erklärfilm „Externe Effekte“. Die genaue Funktionsweise wird dir im Film erläutert.


b) Erkläre mithilfe deiner Erkenntnisse aus dem interaktiven Erklärfilm, wie externe Effekte zu Marktversagen führen und welche staatlichen Maßnahmen dieses verhindern können. Nutze dazu die Informationen zum Marktversagen von der Startseite. (Stichpunkte)