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EZB - Europäische Zentralbank

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  • Sitz in Frankfurt am Main


Die Europäische Zentralbank:


  • Gründung der EZB 1998 durch den Vertrag der Europäischen Union
  • Nachfolgerin des Europäischen Währungsinstituts
  • eigene Rechtspersönlichkeit (haftet für ihr eigenes handeln)
  • unabhängig und nicht weisungsgebunden


-> institutionell unabhängig: keine Institution (weder EZB, noch Zentralbanken) darf Weisungen von EU-Organen oder Regierungen der Mitgliedsstaaten einholen oder entgegennehmen

-> personell unabhängig: Präsident und andere geschäftsführenden Direktoren der EZB werden für acht Jahre gewählt (gewählt von: Staats-/Regierungschefs, Amtszeit: fünf Jahre)

-> operativ unabhängig: EZB entscheidet autonom über ihre geldpolitischen Maßnahmen


Organe der EZB:


DirektoriumEZB-RatErweiterter EZB-Rat
Präsident, Vizepräsident, vier weitere Mitglieder (obliegt die Geschäftsführung)Direktorium, Präsidenten (der nationalen Notenbanken, Mitglieder der WWU)EZB-Rat, Zentralbank-Präsidenten (noch nicht Mitglieder der WWU)
  • führt die vom EZB-Rat beschlossene Geldpolitik aus
  • trifft mit einfacher Stimmenmehrheit geldpolitische Entscheidungen


  • verwaltet Währungsreserven der Mitgliedsstaaten
  • erlässt Weisungen und Leitlinien für ZB der Teilnehmer

  • führt Devisengeschäfte (1) durch


  • sorgt für funktionierende Zahlungssysteme




(1) Geschäfte in Fremdwährung


Aufgaben der EZB:


-> verantwortlich für die Geldpolitik

  • Verwaltung der einheitlichen Währung der EU (Euro)
  • Einhaltung der Preisniveaustabilität im Euro-Raum
  • Unterstützung der Wirtschaftspolitik in der EU
  • Förderung des Wirtschaftswachstums
  • Gestaltung und Durchführung der Wirtschafts- und Währungspolitik der EU

Deutsche Bundesbank

DBB

EZB-Rat und DBB

Aufgaben

ESZB und DBB


Deutsche Bundesbank:


= Zentralbank Deutschlands = Teil des Europäischen Systems der Zentralbanken


  • DBB
  • Hauptsitz in Frankfurt am Main
  • Gründung im Jahr 1957
  • Nachfolger der Bank deutscher Länder






  • währungspolitische Entscheidungen des EZB-Rats werden i.d.R. dezentral auch durch die Deutsche Bundesbank verwirklicht
  • -> nur wenn EZB-Rat Ermessungsspielräume zulässt -> DBB gestalterische Möglichkeiten zur Umsetzung


  • DBB = integraler Bestandteil des ESZB
  • wirkt an Erfüllung seiner Aufgaben mit
  • vorrangiges Ziel: Preisniveaustabilität gewährleisten


  • verwaltet Währungsreserven der Bundesrepublik Deutschland
  • sorgt für bankmäßige Abwicklung des Zahlungsverkehrs (Inland, Ausland)
  • trägt zur Stabilität der Zahlungs- und Verrechnungssysteme bei

ESZB - Europäisches System der Zentralbanken

ESZB

Zwei-Säulen-Strategie

  • besteht aus EZB und nationalen ZB (der Mitgliedsstaaten der EU)
  • Ziel: Preisniveaustabilität
  • von Weisungen politischer Instanzen unabhängig


  • Preisniveaustabilität liegt vor, wenn Ansteig des HVPI der WWU unter 2% gegenüber dem Vorjahr beträgt

Stabilitäsziel

  • um Gefahren für Preisstabilität festzustellen, wird wirtschaftl. Lage von zwei Seiten untersucht



-> Eurosystem setzt sich aus EZB und EU-Länder zusammen, die bereits den Euro eingeführt haben


  • öffentliche Haushalte dürfen vom ESZB nicht finanziert werden
  • ESZB unterstützt allgemeine Wirtschaftspolitik (der Mitgliedsländer), aber nur soweit dies ohne Beeinträchtigung der Preisniveaustabilität möglich ist


  • Preisstabilität soll in "mittlerer Frist" herrschen = Durchschnitt über mehrere Jahre
  • Grund: geldpolitische Maßnahmen wirken oft erst nach Monaten
  • innerhalb von definitorischen Rahmen, will EZB-Rat mittelfristig eine Preissteigerungsrate von unter, aber nahe 2% beizubehalten



  • Preisstabilität = Vermeidung einer Deflation
  • von EZB wird eine Inflationsrate (Preissteigerungsrate) von jährlich weniger als 1% als problematisch angesehen


Zwei-Säulen-Strategie:


  • mögliche Gefahren für Preisstabilität sollen rechtzeitig erkannt werden
  • notwendige Maßnahmen zur Abwehr können dann ergriffen werden
  • EZB-Rat untersucht regelmäßig die wirtschaftliche Lage von zwei Seiten (zwei Säulen)


1. Säule: Wirtschaftliche Analyse2. Säule: Monetäre Analyse
  • Ermittlung der kurz- und mittelfristigen Risiken
  • Ermittlung der mittel- und langfristigen Risiken
  • Analyse wirtschaftlicher Entwicklungen und Schocks
  • die aus Säule 1 ergebenden Inflationsanzeichen werden ermittelt


  • wichtiger Bestandteil der Analyse: Bewertung der Geldmengenentwicklung
  • Richtschnur zur längerfristigen Beurteilung des Geldmengenwachstums = Referenzwert ( wird in längeren Zeitabständen von EZB überprüft)
  • Referenzwert wird in Prozent der Geldmenge M3 ausgedrückt


-> zur Strategie der EZB gehört auch: Transparenz (Verständlichkeit und Durchschaubarkeit) -> Vertrauen in Stetigkeit und Prinzipienfestigkeit ihrer Politik stärken

Quellen:

https://www.ecb.europa.eu/ecb/html/index.de.html

https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/europaeische-zentralbank-ezb--615816

https://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Europa/Der_Euro/Europaeische_Zentralbank/europaeische_zentralbank.html

https://european-union.europa.eu/institutions-law-budget/institutions-and-bodies/institutions-and-bodies-profiles/ecb_de

https://www.bpb.de/themen/europaeische-union/dossier-europaeische-union/42957/europaeische-zentralbank/