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Die Molukken-Armada konnte am 10. August 1519 endlich von Sevilla ablegen – zunächst allerdings noch ohne Magellan, der am 24. August in Sevilla sein Testament aufsetzen ließ. Die fünf Schiffe fuhren unterdessen den Guadalquivir hinab, an dessen Mündung bei Sanlúcar de Barrameda es zu einem mehr als fünf Wochen langen Aufenthalt kam, weil die Schiffe wegen ihres Tiefgangs nicht voll beladen den Fluss hinabfahren konnten und die Vorräte und Tauschwaren erst per Boot von Sevilla herbeigeschafft werden mussten. Am 20. September 1519 stach die Flotte von Sanlúcar de Barrameda in See.

Die erste Station Magellans war an den kanarischen Inseln. Dort legte er am 26. September an, um zusätzliche Vorräte mitzunehmen.

Magellan kan mit seiner Flotte am 13. Dezember 1501 in der Guanabara-Bucht an, die er Bahia de Santa Lucía nannte, auf deutsch Santa-Lucia Bucht, an der heute die Stadt Rio de Janeiro liegt. Dort blieb er für insgesamt 2 Wochen und trieb Handel mit den einheimischen Tupis, die ihn für einen Gott hielten, weil es bei seiner Ankunft seit langem wieder regnete.

Magellan erreichte Río de Solís (Benannt nach João de Solis, einem anderen Entdecker) am 10. Januar 1520 und verbrachte dort einen Monat damit, die Bucht zu suchen, in der er anlegen wollte. Er fand sie bis zum Ende nicht.

In der Bucht "Puerto San Julián", die Magellan am 30. März 1520 erreichte, beschloss er zu überwintern und die schlechten Wetterverhältnisse abzuwarten. Um Vorräte zu sparen, kürzte er die Ration der Manschaft, da diese eh nicht arbeitete. Daraufhin kam es am 1. April zu einer Meuterei. Die Besatzung wollte zurück nach Spanien fahren. Angeführt wurde die Meuterei von Gaspar de Quesada, Juan de Cartagena und Luis de Mendoza. Nach einem kurzen Kampf, in dem Luis de Mendoza getötet wurde, gelang es Magellan, den Aufstand niederzuschlagen. Quesada wurde hingerichtet, Cartagena und ein Priester wurden verbannt.

Am 21. Oktober 1520 erreichte Magellan ein Kap, das er „Cabo Vírgenes“ („Kap der Jungfrauen“) nannte.[36] Die Concepción und die San Antonio wurden auf eine Erkundungsfahrt südlich des Kaps geschickt und entdeckten die Einfahrt zur lang gesuchten Passage. Vor der Durchfahrt stellte Magellan den Kapitänen der anderen Schiffe die Frage, ob sie eine Fortsetzung der Fahrt befürworteten oder eine Rückkehr bevorzugten. Niemand außer Estevão Gomes, der Pilot der San Antonio, wagte eine Umkehr zu empfehlen. Da sich die Passage mehrfach aufteilt, wurden ein Boot und zwei Schiffe zur Erkundung ausgeschickt. Von der Besatzung des Bootes kam die Nachricht, dass die Straße einen Ausgang nach Nordwesten habe: Das Südmeer war erreicht. Doch von den beiden ausgesandten Schiffen kehrte nur die Concepción unter Serrano zurück. Erneut hatte sich auf der San Antonio eine Meuterei abgespielt; der neue Kapitän Álvaro de la Mesquita wurde gefangengesetzt, das größte Schiff mit den reichsten Vorräten desertierte und kehrte nach Spanien zurück. Initiator war Gomes (der Pilot) gewesen. So verblieben nur drei Schiffe, die die mühsame Fahrt durch die Meerenge, welche heute als Magellanstraße bekannt ist, bewältigten und den Pazifischen Ozean am 28. November erreichten. Magellan nannte ihn Pazifik oder Stillen Ozean, weil die sie bis dahin begleitenden Stürme sich legten. Da die Mannschaft während der Durchfahrt Allerheiligen feierte, nannte Magellan die Meerenge Estreito de Todos los Santos – Allerheiligenstraße.

Für die Überquerung des Pazifik brauchte die Armada drei Monate und 20 Tage, während derer bis auf zwei winzige, unbewohnte Inseln kein Land zu sehen war. Ein Großteil der Mannschaft erkrankte an Skorbut; es gab an Bord der Schiffe nichts mehr zu essen außer mit Würmern und Rattenkot durchsetztem Zwieback. Die Seeleute begannen daher, in Salzwasser gedünstetes und geröstetes Leder oder Suppe aus Sägespänen zu essen. Besonders begehrt waren Ratten, die die Seeleute für eine halbe Dukate verkauften. Mindestens 19 Männer starben.w

Am 6. März 1521 erreichten sie die Marianen. Als die Flotte vor einer der Inseln (möglicherweise Guam) ankerte, versuchten die Einheimischen, eines der Beiboote an sich zu nehmen. Magellan ließ daraufhin einige Ureinwohner töten und ihre Häuser niederbrennen. Die Inseln nannte er Islas de los Ladrones (Inseln der Diebe).

Nachdem sie die dringend benötigten Vorräte aufgenommen hatte, segelte Magellans Flotte weiter zu den Philippinen und erreichte am 16. März die Insel Homonhon. Zu dieser Zeit waren noch 150 Seeleute am Leben. Mit Hilfe seines Sklaven Enrique als Dolmetscher konnte Magellan mit dem Fürsten von Limasawa, Raja Kolambu, Geschenke austauschen. Kolambu geleitete die Spanier auf die Insel Cebu, wo es ihnen gelang, den Fürsten von Cebu, Raja Humabon, und viele seiner Untertanen zum Christentum zu bekehren. Auch Cebu unterwarf sich dem König von Spanien.

Der Datu Lapu-Lapu auf der Nachbarinsel Mactan lehnte jedoch eine spanische Oberherrschaft und Missionierung ab. Daraufhin versuchte Magellan, Lapu-Lapu und sein Dorf militärisch zu unterwerfen.
Doch der Angriff am 27. April 1521 auf Mactan scheiterte: Die Spanier wurden trotz ihrer Feuerwaffen von den Einheimischen noch am Ufer zurückgedrängt und hatten mehrere Gefallene zu beklagen. Dabei kam auch Magellan ums Leben. Den Berichten seines Chronisten Pigafetta zufolge kämpfte er noch im Wasser stehend als einer der letzten, um den Rückzug seiner Leute zu decken. Ein vergifteter Pfeil habe seinen Oberschenkel durchbohrt; kurz darauf sei er von zwei Lanzenstößen niedergestreckt worden, wobei einer ihn im Gesicht, der andere unter dem rechten Arm verwundete.

Bald nach dem misslungenen Angriff auf Mactan sagte der Fürst von Cebu sich vom Christentum los und lockte die Europäer in eine Falle. 35 von ihnen kamen ums Leben. Die übrigen konnten knapp entkommen, doch waren sie nun so wenige, dass sie die Concepción versenkten und die Überlebenden auf die Trinidad und Victoria verteilten. Der Steuermann João Lopes Carvalho wurde zum neuen Generalkapitän und Kapitän der Trinidad gewählt, der „Alguacil“ (Profoss) der Armada, Gonzalo Gómez de Espinosa, übernahm zunächst das Kommando über die Victoria.

Mit den beiden verbliebenen Schiffen segelten die Überlebenden weiter nach Borneo, wo sie 35 Tage in Brunei verbrachten. Nach einer überhasteten Flucht wurde João Lopes Carvalho als Generalkapitän ab- und an seiner Stelle Gómez de Espinosa eingesetzt, der damit auch das Kommando über die Trinidad übernahm. Zum Kapitän der Victoria wurde der frühere Meister der Concepción, Juan Sebastián Elcano, gewählt.

Am 6. November errichten die Seefahrer Tidore, eine der Molukken-Inseln, wo sie mit dem Sultan handeln und endlich die ersehnten Gewürze erwerben konnten. Die dortigen Einwohner kannten Europäer, weil die Portugiesen bereits über Afrika und Indien dorthin gelangt waren. Am 21. Dezember segelte die Victoria mit 47 Europäern und 13 Ostindern als Besatzung los, jedoch ohne die Trinidad, weil diese leckgeschlagen war und repariert werden musste.

Die Trinidad segelte am 6. April 1522 mit ca. 55 Mann an Bord unter dem Kommando von Gonzalo Gómez de Espinosa von Tridore aus in Richtung Südamerika. Die Überquerung des Pazifik scheiterte jedoch an konträren Winden, Stürmen und schließlich Nahrungsmittelknappheit, so dass Gómez de Espinosa den Befehl zum Umkehren geben musste. Er und seine Mannschaft schafften es mit letzter Kraft, nach Halmahera zurückzukehren, wo ihnen nichts anderes übrig blieb, als die Portugiesen um Hilfe zu bitten. Die etwa 25 Überlebenden gerieten in portugiesische Gefangenschaft. Nur fünf von ihnen, darunter Gómez de Espinosa selbst, kehrten Jahre später über Portugiesisch-Indien nach Europa zurück.