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Das Gemälde "Die Almosenspende des Heiligen Antonius" (aus dem Lehrbuch "Die Reise in die Vergangenheit 7/8" für Berlin/ Brandenburg des Westermann-Verlages, 2018, S.168 M2, akg-Images/ Berlin) als interaktives Bild für den Geschichtsunterricht in Klasse 8.

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Die Almosenspende

Die Almosenspende des Heiligen Antonius ist ein Ölbild und wahrscheinlich 1370 oder 1380 entstanden.

Der Künstler ist unbekannt.

Heiliger Antonius, oder auch Antonius von Padua:

Der Heilige Antonius wurde 1195 in eine portugiesische Adelsfamilie geboren. Er wurde mit 15 Jahren Priester, nahm den Namen Antonius an und zog mit 25 Jahren als Missionar nach Marokko. Nach einigen Jahren kam er über Sizilien nach Italien, wo er 1231 in Padua starb.

Schon zu Lebzeiten wurden ihm Wunder nachgesagt und er wurde als redegewandter Prediger geschätzt. Bereits kurz nach seinem Tod wurde er heilig gesprochen und über seinem Grab wurde die Basilica di Sant'Antonio gebaut.


Antonius ist der Schutzheilige vieler Städte und er gilt als Schutzpatron der Bäcker, Schweinehirten, Bergleute, Reisenden und Sozialarbeiter. Er ist auch der Schutzpatron der Frauen, Kinder und Armen. Antonius gilt auch als Helfer beim Auffinden verlorener Sachen und als Beschützer vor dem Verlust wichtiger oder geliebter Sachen.

Unter dem Namen Antoniusbrot werden Spenden für die Armen gesammelt.

Der 13.Juni, sein Todestag, ist ein Gedenktag in der katholischen Kirche. Vor allem in Portugal finden dann Stadtfeste und Umzüge statt.

Der Heilige Antonius ist ein sehr beliebter Heiliger in der katholischen Kirche und die Basilica di Sant'Antonio ist einer der am meisten besuchten Wallfahrtsorte.

Eine Almose wird gespendet.

Der Heilige Antonius gibt hier dem Bettler eine Almosenspende in Form von Münzen.

Ein Kranker: Das Bein ist in einem Verband und er muss sich auf eine Krücke stützen. Auch scheint er einen Buckel zu haben, der ihm das Gehen und Stehen schwer macht.

In der mittelalterlichen Stadt gab es viele Arme, vor allem viele Bettelarme.

Die Bettelarmen waren Menschen, die sich nicht selbst versorgen konnten.

Das waren meist Witwen, Waisen, Krüppel und Kranke.

In Lumpen gehüllte Bettler, Krüppel und Blinde gehörten deshalb zum städtischen Leben dazu.

Das Erhalten von Almosenspenden war oftmals die einzige Geldquelle dieser Menschen.

Ein Krüppel: Ihm fehlt das rechte Bein. Er hat ein Holzbein und muss sich auf eine Krücke stützen.

Ein Blinder: Die Augen sind zugekniffen und tränen. Er kann wahrscheinlich nicht oder nicht gut sehen.

Der Hintergrund: Als Hintergrund des Bildes ist eine Mauer mit Verzierungen zu erkennen. Es könnte sich um einen kleinen Platz an der Seite einer Kirche oder in der Ecke des Marktplatzes handeln.

Der Heilige Antonius als Almosenspender.

Der Heilige Antonius wird hier - eher untypisch - in einem roten Gewand mit goldenen Mantel anstelle des braunen Mönchsgewands gezeigt. Da das Zinnoberrot ähnlich wie das Blattgold aber eine sehr teure Farbe war, zeigt es hier die Wichtigkeit der Person.