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Transcript

Gedenkstätten in der DDR

  • Gedenkstätte oder Denkmal ?

  • Instrumentalisierung der Gedenkstätten/Denkmäler in der DDR-Zeit

  • Zweierlei Aufarbeitung der DDR Vergangenheit nach dem Mauerfall

Audrey Bonnet

Gedenkstätte und Mahnmal (mémorial)

  • Entstehung im 20. Jahrhundert
  • An den Orten des Geschehens
  • Erinnerung an die Opfer grausamer Kriege oder anderer schrecklicher Ereignisse


Denkmal und Ehrenmal (monument)

  • eine Skulptur, eine Statue oder ein Gebäude, die gebaut werden
  • Erinnerung an eine bemerkenswerte Person oder ein Ereignis
  • aus dauerhaften Materialien wie Stein, Eisen oder Bronze


Gedenkstätten und Denkmäler

  • Bestandteile des Prozess der Vergangenheitsbewältigung
  • Beitrag zur Erinnerungskultur
  • Solche Fehler kein zweites Mal zu begehen

Die "Opfer des Faschismus" sind diejenigen, die "'unter der Hitlerdiktatur heldenmütig für die Freiheit des deutschen Volkes' gekämpft hatten, sowie die 'Hinterbliebenen der von den Faschisten ermordeten Helden des deutschen Freiheitskampfes“. […]. „“Opfer des Faschismus“ sind die Juden, die als Opfer des faschistischen Rassenwahns verfolgt und ermordet wurden, […]. Aber soweit können wir den Begriff 'Opfer des Faschismus' nicht ziehen. Sie (Die Juden) haben alles geduldet und Schweres erlitten, aber sie haben nicht gekämpft.“

„»Es gibt keinen Stein, der zu kostbar, keine Erde, die zu teuer und keine Mühe, die zu groß wäre, um den Söhnen des Sowjetvolkes, die ihr Leben im Kampf gegen die deutschen Faschisten hingeben mussten, ein ehrendes Denkmal zuerrichten“.

Der Stadtkommandante Alexander Kotikow


Das Sowjetische Ehrenmal
im Treptower Park

  • Denkmal an den Sieg über Deutschland und sowjetische Soldatenfriedhof
(über 7000 Gräber)

  • eine politische Entscheidung

  • „ Zeuge der Größe und der unüberwindlichen
Kraft der Sowjetmacht“ und Zeichen des

Dankes

  • am 8. Mai 1949 eingeweiht

  • eine architektonische Maßlosigkeit


2 Triumphbogen als Eingangsportal


2 Triumphbogen als Eingangsportal



Denkmal der „Mutter Heimat“



Die breite Hauptachse bis zwei Fahnenpylonen im Zentrum des Gesamtanlage

Die zwei bronzene Soldaten


Die quadratischen Grabfelder und die 16 Sarkophage


Der Befreiungskrieger

Das Sowjetische Ehrenmal
im Treptower Park

  • Darstellung der „unzerbrechlichen“
Freundschaft zwischen der DDR und der

Sowjetunion

  • eine letzte offizielle deutsch-russische
Feierlichkeit im Jahre 1994

  • Verantwortung Deutschlands für die Pflege,
den Erhalt und die möglichen Sanierungen

  • Gedenkveranstaltungen am 8. Und 9. Mai zur Erinnerung an die Toten des Krieges sowie an
die Befreiung Europas vom Faschismus

  • Die anstehenden „Tag der Befreiung“
am 8. Mai und „Tag des Sieges“ am 9. Mai

Zum „Tag des Sieges“ über das NS-Regime


Der Mauerfall: eine unvergessene Nacht

09.11.1989

Frühjahr 1990

September 1990 - Eröffnung der East Side Gallery

118 Künstlern aus 21 Ländern

Gabriel Heimler - Der Mauerspringer

Dmitri Vrubel
Der Bruderkuss zwischen Leonid Breschnew und Erich Honecker

„der Wunsch nach Freiheit ist letztlich stärker als Zwangsmaßnahmen und Gewalt“

Birgit Kinder
Test the Best

Karina Bjerregaard
Himlen over Berlin

Chrtistine Kühn - Touch the wall

Catrin Resch - Europas Frühling

Der sozialistische Bruderkuss

Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Gründung der DDR

in Ostberlin


Der Kuss sollte aller Welt verdeutlichen: Wir sind Brüder und halten zusammen

Birgit Kinder
Test the Rest

Susanne Kunjappu - Jellinek
Curriculum Vitae

Jim Avignon
Doin it cool for the East Side

Barbarz Greul Aschanta

Deutschland
im November

Starke Sanierung
im Jahre 2009

„Sie dürfen die Mauer und die Geschichte nicht zerstören.“

der Verein Künstlerinitiative East Side Gallery

Gedenkstätte Hohenschönhausen

  • ein vorherbestimmter Ort

  • Symbol der politischen Verfolgung in der DDR


  • über 11 000 politisch Verfolgte : Politiker,
Schriftsteller Künstler...

  • 1 200 Deutschen auf Beschluss eines sowjetischen Militärgerichts hingerichtet

  • Auflösung der Stasi und ihre Geheimgefängnisse nach dem Mauerfall

  • 1994 als Gedenkstätte und Museumsstätte
eingestuft

  • Rundgänge und Dauerausstellung zum Themen : Ausmaß der politischen Verfolgung in der DDR, düstere Haftschicksale und das an diesem Ort begangene Unrecht.

ein vorherbestimmter Ort

1945 - 1946

das Speziallager Nr. 3

1947 - 1951

Untersuchungsgefängnis
das U-Boot

1951 - 1990

die zentrale Untersuchungshaftanstalt
das Stasi- Gefängnis

  • Zellengang im Kellergefängnis
  • fensterlose, bunkerartige Zelle
  • Inhaftierte :
    • Vertreter der demokratischen Parteien (SPD, LDPD und CDU),
    • Kommunisten und sowjetische Offiziere

Die Gedenkstätte bemüht sich, um den Angehörigen konkrete Antworte zu geben :

  • einen Gesamtüberblick über die in den Speziallagern verstorbenen Personen
  • das Schicksal der Betroffenen endgültig aufzuklären,
  • ihre Identität über den Tod hinaus zu bewahren.

ein Sammel- und Durchgangslager für über 16.000 Männer, Frauen und Jugendliche

vier Haftschicksale aus Ost-und Westberlin

Georg Detinger
1953 - 1954

Paul Merker
1952-1956

Walter Linse

1952

Gerulf Pannach
1976-1977

  • Außenminister (CDU)
  • 16 Monate in Hohenschönhausen
  • als Gegner der Regime betrachtet : die Regime zu beseitigen, um die „Ausbeutungsverhältnisse der Monopolisten, Großgrundbesitzer und Faschisten wiederherzustellen“.
  • zu 15 Jahren Haft verurteilt, nach 11 Jahren begnadigt

  • SED-Politbüromitglied
  • durch innere Säuberung aus der Partei ausgeschlossen
  • Beziehung zu einem angeblichen „amerikanischen Agenten“ Noël Field
  • 4 Jahre in Hohenschönhausen inhaftiert
  • zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt, im 1956 entlassen, freigesprochen und rehabiliert.

  • Westberliner Rechtsanwalt
  • im Jahre 1952 von der Stasi in Westberlin entführt und in Hohenschönhausen gebracht.
  • 1953 wegen „Spionage, antisowjetischer Propaganda und Bildung einer antisowjetischen Organisation“ zum Tode verurteilt.
  • im Jahre 1953 im Butyrka-Gefängnis in Moskau erschossen

  • Liedermacher
  • zahlreiche SED-kritische Liedtexte geschrieben, Auftrittsverbot der Gruppe
  • Beteiligung an Protestbewegungen
  • 1976 auf dem Alexanderplatz von der Stasi verhaftet und in Hohenschönhausen gebracht
  • 1977 ohne Prozess entlassen, ausgebürgert und nach West-Berlin ausgewiesen
  • 1998 an Nierenkrebs gestorben

Die Ankunft

In der Zelle

„Ich war froh, wenn ich zu den Verhören geholt wurde, denn dann wurde das lähmende Nichtgeschehen

des Zellenalltags durchbrochen. […] Der Major also war ein Stück der „Welt draußen“, denn erstens konnte ich,
während ich ihm gegenüber saß, durch ein normales Fenster hindurch auf ein Gemisch aus Neubauten und
Einfamilienhäusern mit Bäumen und Sträuchern blicken. Zweitens stellte er die Verbindung zur Außenwelt
selbst in den Fällen dar, in denen er mich über Freunde auszufragen suchte. Drittens stellte sich, so unglaublich
das klingt, in einer Zeit von sechs Monaten mit Verhören eine Art von perverser Vertrautheit her.
Er erzählte von seiner Familie, besorgte mir Bücher, die die Haftanstalt nicht bereithielt, erzählte vom
Geschehen in Kunst und Kultur [...]. Und er bestellte für mich telefonisch bei jeder Vernehmung auf meinen
Wunsch ein Kännchen Tee mit Zitrone. Es gab sogar Momente, in denen man miteinander gelacht hat. [...]
Der Tee mit Zitrone war [...]– , wie er selbst zynisch erklärte, nur dazu da, um ihm „optimale
Vernehmungsbedingungen“ zu schaffen. Und er hielt sein Wort. Sofort nach Abschluss des
Ermittlungsverfahrens, also nachdem seine Aufgabe an mir erfüllt war, war ich für ihn ohne Interesse: kein
Plauderton mehr, keine besonderen Bücher, kein Vorzeigen kunstvoller Resultate des Kampfes von
Häftlingen gegen die lähmende Langeweile.“

Gilbert Furian

1985 - 1986

  • 1985 : wegen Verteilung von Interviews über ostberliner Punks an mehrere Freunde im Westen für den privaten Gebrauch verhaftet

  • 1986 : wegen "Anfertigens von Aufzeichnungen, die geeignet sind, den Interessen der DDR zu schaden" verurteilt

  • 1990 : rehabiliert

  • 1998 - 2022 : führt seit dem Jahr 1994 Besucher durch die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Angela Merkel im ehemaligen Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen

  • DDR-Unrecht nicht in Vergessenheit geraten lassen

  • „Wir können nur eine gute Zukunft gestalten, wenn wir uns der Vergangenheit annehmen.”


  • Einsatz für Freiheit und Demokratie als täglicher Kampf

  • Keinen Platz für Linksradikalismus