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Bahnhof-Königsdorf

Lotti, Lena, Moritz, Frieda, Mathilda, Leandra

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Altes Bahnhofsgebäude in Königsdorf

(heute ein Stadtteil von Frechen)

Geschichte des Bahnhofs

1840/1841 wurde der Bahnhof an der 7. Eisenbahnstrecke Deutschlands gebaut.

1991 wurde die Bahnstation Großkönigsdorf zur S-Bahnstation Frechen-Königsdorf. Das Bahnhofsgebäude wurde unter Denkmalschutz gestellt und ging in Privatbesitz über.

Die ersten Bahngleise wurden ab 1837 für die Strecke Köln-Düren-Aachen-belgische Grenze verlegt

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In der Nacht auf den 10. November 1938 fand mit äußerst brutaler Gewalt in Frechen ein Pogrom gegen die hiesigen Juden statt.

600 jüdische Rheinländer, darunter auch Frechener, wurden von hier aus am 13. und 15. November 1938 ins Konzentrationslager Dachau deportiert.

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Auf diesen Gleisen wurden Menschen während der NS-Zeit nach Dachau oder Sachsenhausen in eines der Konzentrationslager gebracht.

Die Geschichte von Isidor und Siegfried aus Frechen

Die Brüder Isidor Erich Baruch und Siegfried Baruch gehören zu den Opfern der Verfolgungswelle nach der Reichspogromnacht. Der ältere Bruder Siegfried wurde am 8.8.1902 und der jüngere Bruder Isidor am 18.6.1904 in Frechen geboren. Da sie Juden waren, wurden sie am 10.11.1938 bzw. am 11.11.1938 inhaftiert. Wieder mit einem Tag Unterschied wurden sie schlussendlich vom Königsdorfer Bahnhof aus, in das Konzentrationslager in Dachau, mit zahlreichen anderen Juden und Jüdinnen, abtransportiert. Siegfried hatte die Häftlingsnummer 28446 und Isidor die Nummer 28456.

Wir wissen nicht, ob Isidor Erich und Siegfried Baruch religiös waren. Doch gab es in Frechen eine Synagoge. An sie erinnert heute eine Gedenktafel.



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Von Brauweiler nach Dachau

Vom Bahnhof Groß-Königsdorf aus fuhren am 13. und 15. November 1938 zwei Deportationszüge mit ungefähr 600 rheinischen Juden in den Süden von Deutschland. Ziel war das Konzentrationslager Dachau bei München. Dort erlebten die Männer eine Hölle des Terrors. Es war die erste Massendeportation von Juden aus dem Kölner Raum.

Die Deportierten waren während der Reichspogromnacht in Köln und den angrenzenden Kreisen Bergheim, Köln und Siegburg verhaftet und dann für einige Tage ins Sammellager Brauweiler gebracht worden. Von dort aus mussten sie am Tag des Abtransportes unter Bewachung zum Bahnhof Groß-Königsdorf marschieren.


Unter diesen Juden befanden sich auch vier junge Männer aus Frechen: Siegfried und Isidor Erich Baruch, Ludwig Voos sowie Josef Levy. Sie waren am 10. November von der Gestapo verhaftet und nach einer Nacht im Frechener Polizeigefängnis (Rathaus) nach Brauweiler transportiert worden. Diese traumatischen Ereignisse führten dazu, dass viele Jüdinnen und Juden bis August 1939 versuchten, Deutschland zu verlassen.

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Biografie

Josef Levy

Kreativ

Von der Gestapo verhaftet am 10. November 1938

Transportation nach Brauweiler, nach einer Nacht im Frechener Polizeigefängnis

Anfang 1939, Entlassung aus dem Konzentrationslager mit der Aufforderung, Deutschland möglichst bald zu verlassen.

*27.5.1921 in Frechen, Köln; +8.3.2003 in Yonkers, New York

Vater Norbert Levy *29.3.1886 in Frechen; Metzger; Tod 194 in Riga

Mutter Paula Cohen *19.1.1889 in Horrem; Tod 1943 in Riga

Weitere Informationen im Artikel: "Erinnerung auf Augenhöhe", Kölnische Rundschau 2008

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Kreativarbeit, keine Originalquelle:

Liebes Tagebuch,
ich schreibe dir um meine Gedanken zu sammeln.
Gestern war der 10. November 1938. Der Tag war schrecklich!
Wie gewöhnlich ging ich mit meinem Bruder in die Synagoge und wir führten unser tägliches Ritual durch. Nichts ahnend ging ich nach Hause, doch was mich dort erwartete, traf mich zu tiefst. Es war die Gestapo! Alles lief umfassbar schnell ab. Ich erinnere mich nur noch an Bruchteile. Dort war dieser große Mann in Uniform, der mit seinen Kollegen sprach. Sie behaupteten, mich festnehmen zu dürfen, da ich nicht der "Ideologie Hitlers"entsprach. Ich wollte mich dem widersetzen, jedoch hielten die Männer Waffen in ihren Händen. Sie schlugen mich nieder und das Nächste woran ich mich erinnern kann ist, dass ich in einer Gefängnisszelle aufwachte. Nun sitze ich hier in dem furchtbar kalten Raum und habe Angst vor dem, was mit mir geschehen wird. Nur zu gut kenne ich die vielen grausamen Geschichten über Juden, die kaltblütig ermordet wurden. Hoffentlich werde ich hier eines Tages lebend wieder rauskommen. Die Zelle ist grau und verwittert, überall sieht man den unverputzen Beton. Der Boden ist feucht und es tropft von der Decke. In der Ecke bildet sich bereits eine Pfütze. Aus dem schummrigen Gang höre ich eine Ratte quieken. Ich schreibe dir in den nächsten Tagen noch einmal, wenn sich etwas Neues ereignet hat. Ich hoffe nur, dass mein Urteil nicht zu früh gefällt wird. Dies wird wohl mein Zuhause für die nächsten Monate sein...
Bis hoffentlich demnächst,
Josef


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