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Die Dienstvilla an der Mathildenstraße

Lilli, Julius, Tobias K.

Wenn Sie aus Brauweiler oder der Umgebung kommen, haben Sie sicher schon einmal dieses Haus gesehen. Es befindet sich an der Mathildenstraße 1 zwischen der Richeza-Grundschule und der Bücherstube. Heute dient es den Sportvereinen TuS Schwarz Weiß Brauweiler und SV Grün-Weiß Brauweiler 1961 als Hauptsitz. Außerdem wird das Haus an einigen Tagen der Woche als Polizeistation genutzt.

Die Dienstvilla

Dieses Haus war der Wohnsitz des Direktors der Arbeitsanstalt. Kurz nach dem Wahlsieg Hitlers wurde Ernst Scheidges aus diesem Amt entlassen. Nach einer ungefähr einjährigen kommissarischen Verwaltung übernahm Albert Bosse am 1. Juni 1934 dieses Amt.

Die Dienstvilla grenzt direkt an den Abteipark. Dort befanden sich die Gebäude der Arbeitsanstalt. Die, die noch stehen, werden heute als LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler genutzt.

Ernst Gerhart Scheidges war von 1927-1933 Direktor der Arbeitsanstalt in Brauweiler. Die Nationalsozialisten klagten ihn wegen Korruption an. Am 24. April 1933 wurde er verhaftet. Auch wenn er im Dezember 1936 freigesprochen wurde, kehrte er nicht mehr in dieses Amt zurück.

Von Albert Bosse existiert kein Foto

Am 1. Juni 1934 übernahm Albert Bosse das Amt des Direktors der Arbeitsanstalt. Vor der anrückenden US-Armee floh er 1945 nach Wernigerode und beging dort Selbstmord.

Trotz intensiver Suche ist es bisher noch nicht gelungen, ein Foto von ihm zu finden.

Gebäude der Arbeitsanstalt, die heute zum LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler gehören.

Auf diesem Bild sieht man die Mathildenstraße in Brauweiler im Jahr 2022.

Dies ist die Bücherstube in Brauweiler.

Hinter dieser Mauer befindet sich der Abteipark.


Auf diesem Bild (Juli 1941) sieht man den Aufmarsch einer "Ehrenkompanie" in der Mathildenstraße in Brauweiler. Im Vergleich zum Foto aus dem Jahr 2022 erkennt man, dass die Mauern der Arbeitsanstalt wesentlich höher waren.


Dieses Gebäude wird mal die uns heute bekannte Bücherstube werden.

Auf diesem Foto aus dem Jahr 1955 kann man erkennen, dass die Mauer im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde und weiterhin das Stadtbild prägte.

Diese Fotos sind aus dem Stadtarchiv Pulheim.

Wir vermuten, dass es sich hier um die gleiche militärische Einheit handelt, die 1941 in der Mathildenstraße als Ehrenkompanie marschierte.

Das ist eine 2cm Flugabwehrkanone, die sich während des Zweiten Weltkrieges auf dem Dach des RWE Gebäudes befand.

Dieses Foto eines Artilleriegeschützes haben wir im Stadtarchiv Pulheim gefunden. Es gibt dazu keine Beschreibungen. Vielleicht war es gar nicht in Brauweiler, sondern woanders aufgestellt. Es könnte jedoch sein, dass auch diese Soldaten zur Ehrenkompanie gehörten, die 1941 durch die Mathildenstrasse marschierte.