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Das Abteigelände in der NS-Zeit

Jana, Raissa, Lana, Juliana

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Hier können Sie sich einen Film zur 1000-jährigen Geschichte dieses Ortes ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=i31I2DdjRzs

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Mittelbau

Leichenhalle

Frauenhaus

Zellenbau

Maschinenhaus mit Wasserturm

Lazarett

Beamtenwohnhaus


Die Arbeitsanstalt Brauweiler

Zum Zeitpunkt der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war die Provinzial-Arbeitsanstalt eine der größten Institutionen dieser Art im Deutschen Reich. Hier wurden Menschen interniert, die unter den Bezeichnungen Landarme, Korrigenden, Straftäter, Fürsorgezöglinge und Trinker keinen oder nur beschränkten Zugang zum gesellschaftlichen Leben haben durften. Sie alle verband, dass sie ohne oder nur für geringfügige Bezahlung schwere körperliche Arbeit verrichten mussten. Ziel war hierbei eine Reintegration in die damalige Gesellschaftsordnung, aus der sie aufgrund ihrer vorherigen Taten für einige Wochen bis hin zu mehreren Tagen ausgeschlossen wurden waren.


Zwischen 1933 und 1934 nutzten SS und SA, ab 1938 verstärkt die Kölner Gestapo mehrere der großen Gefängnisbauten auf dem ehemaligen Abteigelände. Hervorzuheben sind hier der Zellenbau, das Arresthaus und das Frauenhaus, in dessen Keller seit 2008 die Dauerausstellung zu sehen ist.

Die Zentrale der Kölner Gestapo befand sich ab 1935 im Kölner EL-DE-Haus. Von hier aus koordinierte sie die Hafteinweisungen in andere große Gefängnisse und Lager, wobei das Stadtgefängnis Klingelpütz, das Messelager Köln Deutz, das Barackenlager Köln Müngersdorf und die Arbeitsanstalt Brauweiler die größten Kapazitäten zur Verfügung stellten.

Brauweiler war ein NS-Multifunktionsgefängnis. Höhepunkte der Verfolgungspolitik waren die Nutzung als frühes Konzentrationslager (1933–1934) und die Stationierung von zwei Gestapo-Sonderkommandos zwischen April 1944 und Februar 1945. Damit war die Arbeitsanstalt sowohl für die erste als auch für die letzte Verfolgungswelle im Kölner Raum von zentraler Bedeutung.

Kirche St. Nikolaus

Das Abteigebäude

Bewahrungshaus

Arrestgebäude

Hier haben viele Leute gebetet, obwohl sie wussten was zur Zeit in Brauweiler passierte:

Obdachlose, Landstreicher, Prostituierte wie auch Spielsüchtige wurden in der "Provinzial-Arbeitsanstalt Brauweiler" zwangsweise inhaftiert.

Zudem wurden auch schwererziehbare Jugendliche diszipliniert indem sie unter anderem an Werkstätten, wie Webereien, Nähereien, Schmieden etc. arbeiteten.

Die Arbeitsanstalt hatte daher einen sehr schlechten Ruf.

Das ist der Innenraum der Kirche St Nikolaus auf dem Gelände der Arbeitsanstalt

Die Kirche war nicht Teil der Arbeitsanstalt und wurde weiterhin für Gottesdienste genutzt. Menschen beteten und sangen hier, während nur wenige Meter entfernt furchtbare Verbrechen begangen wurden.


Der Kaisersaal im Abteigebäude, so wie er heute (2022) aussieht. Er wird als Veranstaltungsraum des LVR-Kulturzentrums Abtei Brauweiler genutzt. Er wird unter anderem für Hochzeiten und Konferenzen genutzt.

Kaisersaal um 1905

Auch hier wurden Insassen der Arbeitsanstalt untergebracht.

So sah der Kaisersaal in den 1920er Jahren aus. Genauso wie die anderen Gebäude der ehemaligen Abtei Brauweiler, wurden auch dieser Saal für die Unterbringung der Frauen und Männer genutzt, die Insassen der Arbeitsanstalt waren.

Hier sieht man einen Beobachtungsturm, der im Zweiten Weltkrieg im Prälaturhof errichtet wurde. Er wurde für die Überwachung des Luftraums genutzt.

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Nachdem Konrad Adenauer von den Nationalsozialisten am 13. März 1933 als Oberbürgermeister von Köln abgesetzt worden war, tauchte er unter, um der drohenden Verhaftung zu entgehen. Auguste blieb zunächst mit den sieben Kindern in Köln. Als die Nationalsozialisten ihr Haus beschlagnahmten, zog sie mit den Kindern in das Krankenhaus St. Elisabeth Hohenlind. Sie folgte am 1. Mai 1934 ihrem Ehemann nach Neubabelsberg und zog 1935 mit ihm nach Rhöndorf, nachdem 1934 seine Eingabe an das Reichsministerium des Innern unter Wilhelm Frick auf Anstellung abgelehnt worden war. In Rhöndorf baute Augustes Bruder, der Architekt Ernst Zinsser, ein Eigenheim, das die Familie Adenauer 1937 beziehen konnte. Die Familie lebte vom Verkaufserlös des Kölner Stadthauses und von der gekürzten Pension Konrad Adenauer

Der Blick auf die ehemaligen Abteigebäude vom Park aus

Auch hier waren vor, während und nach der NS-Zeit Insassen der Arbeitsanstalt untergebracht. Heute befindet sich hier das LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler.


Weitere Informationen finden Sie auf dieser Website:

https://abteibrauweiler.lvr.de/de/startseite.html


Kreativ

Auguste Adenauer

Auguste Adenauer, geborene Zinsser, war die zweite Ehefrau Konrad Adenauers. Gemeinsam hatten sie vier Kinder. Sie wurde am 7. Dezember 1895 in Köln geboren.


Infolge des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944, verhaftete die Gestapo zahlreiche Personen, von denen sie vermutete, dass sie an dem geplanten Sturz seiner Regierung beteiligt gewesen waren. Auch Konrad Adenauer gehörte zu den Verdächtigen. Er wurde verhaftet, doch gelang ihm die Flucht. Daraufhin wurde Auguste verhaftet. Die Verhöre in der Arbeitsanstalt Brauweiler leitete Kommissar Kurt Bethke. Ihm verriet sie am 24. September 1944 unter dem Druck des Verhörs den Aufenthaltsort ihres Mannes.


Auguste wurde im sogenannten Frauenhaus der Arbeitsanstalt Brauweiler eingesperrt. Dort unternahm sie einen Suizidversuch. Dieser wurde frühzeitig entdeckt und sie überlebte. Trotzdem sollte sie sich nie wieder davon erholen. Am 3. März 1948 starb sie im Alter von 52 Jahren an den Spätfolgen.

Auguste Adenauer wurde 1895 mit dem Familiennamen Zinsser in Köln geboren. Sie war die zweite Frau Konrad Adenauers und verstarb 1948 in Rhöndorf.

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Dies ist das sogenannte Frauenhaus, in dem unter anderem auch Auguste Zinsser nach eingesperrt wurde.

Was heute ein Bürohaus ist, war früher das sogenannte Frauenhaus der Arbeitsanstalt. Seit 2008 gibt es hier eine Gedenkstätte. In einem Film können Sie sich über ihre Entstehung informieren:

https://www.youtube.com/watch?v=9h8CqfUV6Ks

Auguste Adenauer war vom 24.09 bis zum 03.10.1944 im Frauenhaus. Es könnte sein, dass sie in dieser Zelle gewesen ist. Sie befindet sich im Keller und ist heute Teil der Gedenkstätte Brauweiler.